Die Gemeinden Allentsteig, Gföhl, Jaidhof, Lichtenau, Rastenfeld und Schwarzenau setzen ein kraftvolles Zeichen für junge Menschen: Sie starten gemeinsam den Aufbau einer professionellen, offenen Jugendarbeit – ein Meilenstein für das östliche Waldviertel.
Ausgangspunkt war die umfassende Jugend‑Sozialraumanalyse, die die LEADER‑Region Kamptal+ 2023 gemeinsam mit dem Institut für Jugendkulturforschung durchgeführt hat. Die Studie zeigt ein klares Bild: Jugendliche zwischen 12 und 23 Jahren fühlen sich in ihren Heimatgemeinden wohl – Natur, Sicherheit und Zusammenhalt sind große Pluspunkte. Gleichzeitig fehlt es an zeitgemäßen Freizeitangeboten, Beteiligungsmöglichkeiten und verlässlichen Ansprechpersonen.
„Wir haben hingeschaut, zugehört und verstanden: Unsere Jugendlichen brauchen mehr Raum, mehr Unterstützung und mehr echte Mitgestaltung“, betont Josef Edlinger, Obmann der LEADER‑Region Kamptal+. „Diese sechs Gemeinden gehen jetzt mutig voran und investieren in die Zukunft ihrer Jugend und ermöglichen so Beteiligung und Engagement. Genau so wirkt LEADER.“
Jugendarbeit, die dort ankommt, wo junge Menschen sind
Die neue Initiative verfolgt ein klares Ziel: Jugendlichen Orientierung, Unterstützung und echte Teilhabe zu ermöglichen – niederschwellig, verlässlich und gemeindenah. Eine qualifizierte Organisation der offenen Jugendarbeit, Sozialarbeitende des Vereins Jugendarbeit 07 entwickeln Angebote, die sich flexibel an die Bedürfnisse der jungen Menschen anpassen.
Geplant sind unter anderem:
- Offene Treffpunkte und mobile Angebote wie ein Jugendmobil
- Sport- und Freizeitaktivitäten, Workshops und gemeindeübergreifende Events
- Beratung und Begleitung im Einzel- und Gruppensetting
- Jugendforen, Beteiligungsformate und Elternarbeit
- Aufsuchende Jugendarbeit an beliebten Treffpunkten
- Digitale Kommunikation über Social Media und Online‑Beratung
- Kooperationen mit Schulen, Vereinen, Polizei, Sozialarbeit und regionalen Akteur:innen
„Wir wollen Jugendlichen nicht sagen, was sie brauchen – wir wollen es gemeinsam mit ihnen herausfinden“, erklärt Karl Elsigan, Bürgermeister von Schwarzenau. „Jugendarbeit ist kein Luxus, sondern eine Investition in ein gutes Miteinander. Wenn wir junge Menschen ernst nehmen, bleiben sie unserer Region verbunden.“
Gemeinsam stärker: Gemeinden ziehen an einem Strang
Die sechs Gemeinden setzen bewusst auf eine gemeindeübergreifende Lösung, um Ressourcen zu bündeln, Synergien zu nutzen und ein starkes regionales Netzwerk aufzubauen. Dazu gehören auch moderne Kommunikationswege wie TikTok oder Discord, die Jugendlichen zeitgemäß ansprechen.
Ein weiteres Ziel ist es, eine stabile Gesprächsbasis mit dem Land Niederösterreich zu schaffen, um langfristige Finanzierungsmöglichkeiten zu sichern. Denn professionelle Jugendarbeit soll nicht nur starten – sie soll bleiben.
„Wir wollen jungen Menschen zeigen: Ihr seid uns wichtig. Eure Anliegen zählen. Eure Zukunft beginnt hier“, fasst Bürgermeister Andreas Pichler, Gemeinde Lichtenau, zusammen.
Mit diesem Projekt setzen die sechs Gemeinden ein starkes, gemeinsames Zeichen: für mehr Beteiligung, mehr Unterstützung und mehr Chancen für die Jugend im östlichen Waldviertel.


