Maßgeschneiderte Stakeholder-Kommunikation für die LEADER-Region Kamptal

Die Masterarbeit von Virág Csank, verfasst an der FH IMC Krems, beschäftigt sich am Beispiel der LEADER-Region Kamptal mit der Umsetzung des Stakeholder-Engagements bzw. der nachhaltigen Marketingkommunikation in der Regionalentwicklung. Sie hat analysiert, wie es der LEADER-Region Kamptal gelingen könnte, mit Hilfe ihrer Stakeholder noch leistungsstärker zu werden. Ein wissenschaftlich fundiertes Handbuch mit enormem Umsetzungspotenzial für die Region ist das Ergebnis. Welcher Kommunikationsmix eingesetzt werden müsste, ist ebenfalls erklärt.

Rechtzeitig zur Vorbereitung auf die neue LEADER-Förderperiode liegt Csanks Masterarbeit für die LEADER-Region Kamptal vor. Über den Weg der Themenbörse „Abschlussarbeiten“ ist es erneut gelungen, Wissenschaft und praktische Aufgabenstellungen miteinander zu verbinden und ein Spitzenergebnis für eine Region in Niederösterreich zu erhalten. Begriffe wie Maßanzug oder maßgeschneidertes Kostüm erscheinen in diesem Zusammenhang durchaus passend.

Die Masterarbeit wird nicht nur in der LEADER-Region Kamptal zu einigen – positiven – Diskussionen führen. Der Abschnitt 10 der Masterarbeit beginnend bei Seite 79 ist quasi Pflichtlektüre für all jene, denen die Entwicklung der Region Kamptal am Herzen liegt. Nicht „schauen Sie sich das an“, sondern „lesen Sie das unbedingt“ lautet die Empfehlung. Masterarbeit Nachhaltiges Regionalmarketingkonzept der LEADER-Region Kamptal für den EU-strategischen Zeitraum 2021-2027.

Die Empfehlung der Themenbörse

Von Csanks Masterarbeit profitiert nicht nur die LEADER-Region Kamptal. Sofern die wissenschaftlich fundierten Ratschläge auch von anderen LEADER-Regionen niederösterreichweit oder sogar österreichweit berücksichtigt werden, könnte die Verankerung des LEADER-Gedankens bei der Bevölkerung in den Regionen möglicherweise (besser) gelingen.

Müssten wir als „Themenbörse Abschlussarbeiten“ eine Empfehlung für die Implementierung einer nachhaltigen Stakeholder-Kommunikation geben, so lautet sie eindeutig: Lesen Sie die Masterarbeit von Virág Csank. Theorie und Methodik sind transparent miteinander verbunden – und gleichzeitig klar ausgewiesen –, so dass die LEADER-Region Kamptal auf einen Blick erkennen kann, wo sie ansetzen kann und soll.

Einer von vielen möglichen Ansätzen für das Kamptal

Zur Bezeichnung der LEADER-Region meint Csank beispielsweise: „Nicht alle Mitgliedsgemeinden der LEADER-Region Kamptal – wie der Name es nahelegen würde – liegen im Kamptal. Obwohl dies nicht mehr als eine scheinbare Formalität ist, verhindert es die Kohäsion der Region.“

Dies ist Csanks Recherchen zufolge ein Grund, weshalb sich nicht alle Mitgliedsgemeinden als integralen Bestandteil des Gebiets sehen und das LEADER-Programm ausschließlich als Möglichkeit betrachten, Fördermittel zu lukrieren. Csank schlägt eine genauere Benennung für die zukünftige LEADER-Region vor, wie z. B. Waldviertel Mitte, Waldviertel Mitte-Süd oder Waldviertel-Mitte-Kamptal. Die Benennung wäre in dieser Form inklusiver und würde keine Mitgliedsgemeinde ausschließen. Die Diskussion kann beginnen und ist sehr wertvoll für die Region, denn ein Name ist oft VIEL mehr als bloß ein Name.

„Eine beeindruckende Arbeit, die Frau Csank verfasst hat. Sehr praxisnah, mit hilfreichen Tipps, wie wir die Zusammenarbeit stärken und unsere Positionierung in der Regionalentwicklung stärken können,“ zeigt sich LAbg. Josef Edlinger, Obmann der LEADER-Region Kamptal beeindruckt.




Treffpunkt Marktplatz – Region DENKT Zukunft

Im Rahmen der „Visionsschmiede Kamptal“, dem Strategieprozess der LEADER-Region Kamptal, haben bereits etliche Veranstaltungen stattgefunden. Das Ziel: eine zukunftsweisende Strategie für die Region, die die Basis für wirkungsvolle, geförderte Projekte ist.

Ende November beteiligten sich über 40 VertreterInnen aus Politik, Wirtschaft, Landwirtschaft, Dorferneuerung, Soziales und Tourismus am Online Marktplatz Region: Von Marktstand zu Marktstand flanieren und über die Zukunft der Region diskutieren. Diese neue Diskussionsform hätte eigentlich im Working Space Gars stattfinden sollen, musste wegen des Lockdowns aber ins Internet verlegt werden.

An 5 Marktständen wurde die zukünftige Ausrichtung der Region diskutiert: Wieviel Digitalisierung braucht die Wirtschaft? Was braucht es für ein gutes Zusammenleben in der Gemeinde? Welche neuen Impulse setzen wir im Tourismus? Was können wir heute für das Klima von morgen tun?

Besser verfügbare öffentliche Verkehrsmittel, neue Formen der Pflege, Generationenübergreifende Wohnmodelle, mehr Kultur in Ortszentren und in Verbindung mit Tourismus, Nutzung von Regenwasser, Ressourcennutzung und Abfallvermeidung, waren nur einige der Themen die an den 5 Marktständen in Kleingruppen gearbeitet wurde.

Obmann, LAbg. Josef Edlinger: „Ich bin positiv überrascht von der Qualität des Online Workshops. Über 40 Interessierte haben sich eingebracht. Jeder und Jede trägt mit Ihrem Beitrag dazu bei, dass die Region lebenswert bleibt und neue zukunftsweisende Ideen umgesetzt werden. Wir werden die Ergebnisse in unsere Strategie einfließen lassen und im Jänner 2023 den Teilnehmenden präsentieren.“

Der Marktplatz REGION ist Teil der „Visionsschmiede Kamptal“. Bis zum Frühjahr 2022 bieten die LEADER-Region Kamptal vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten wie Themenspaziergänge, Workshops und Diskussionsrunden, um zu erfahren, welche Potenziale die Region hat, in welchen Bereichen Handlungsbedarf besteht und welche Umsetzungsmaßnahmen notwendig sind, damit unsere Region zukunftsfit wird. Die Ergebnisse fließen in die Regionsstrategie ein, mit der sich die Region im März 2022 wieder um LEADER-Fördergelder bewirbt.

 




„Zukunft denken – Zukunft gestalten“ bei Spaziergängen am See

Leader Kamptal schmiedet Zukunft

Die Entwicklung unserer Region braucht strategisches Planen und aktives Handeln. Der Verein LEADER-Region Kamptal vereint beides: engagierte Menschen, die mit ihren Ideen ihre Heimat gestalten und eine Regionsstrategie, die klare Wege vorgibt.

2022 beginnt eine neue 7-jährige Förderperiode, in der das LEADER-Management auf Grundlage der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) die 25 Mitgliedsgemeinden in der Umsetzung von innovativen Projekten unterstützt.

LEADER-Kamptal schmiedet die Zukunft

Um zu erfahren, was die Region braucht und welchen Kurs sie in den nächsten Jahren einschlagen soll, fanden zukunftsweisende Spaziergänge am und um den Ökokreis nahe des Stausees Ottenstein statt. 30 Interessierte beteiligten sich an der „Visionsschmiede Kamptal“, dem strategischen Beteiligungsprozess der LEADER-Region Kamptal, um sich mit unterschiedlichen Fragen auseinanderzusetzen: Welche Neuerungen braucht es im Tourismus? Welche Aktivitäten setzen wir, um Natur und Kultur zu bewahren? Wie kann ein gutes Miteinander gelingen? Wieviel Digitalisierung brauchen wir? Welche Arbeitszeitmodelle braucht die Wirtschaft und welche Rolle spielt die Digitalisierung dabei?

Labg. Josef Edlinger, Obmann der LEADER-Region Kamptal, zeigte sich sehr zufrieden mit dieser Form des Gedankenaustausches: „30 engagierte Menschen unterwegs bei fünf Themenspaziergängen – das ergibt kreative Gedankenspiele und anregende Ideen, die in die Entwicklung der Regionsstrategie einfließen werden.“

Bei der Vorstellung der Ergebnisse kristallisierten sich folgende Kernpunkte heraus: Im Bereich Natur soll Biodiversität gestärkt und ein Wassermanagement für die Region erarbeitet werden. Speziell im ländlichen Raum soll die kleinräumige Mobilität ausgebaut werden. Weiters wurde der Wunsch nach einem Schnittstellenmanagement im Bereich der Pflege und Altersversorgung sowie der Ausbau der Nachbarschaftshilfe und der Freiwilligentätigkeit geäußert. Man war sich auch darüber einig, dass im Tourismus die Saison generell mit neuen Angeboten und Schwerpunkten verlängert werden soll.

Bei einem kleinen Buffet zum Netzwerken wurden neue Kontakte geknüpft, die beispielweise bereits bei der nächsten Veranstaltung zum Mitreden vertieft werden können: das KLIMA.PLAN.SPIEL am 30. September 2021 um 18.30 Uhr im Gasthaus Speneder in Altpölla.

„Mit der Visionsschmiede Kamptal starten wir einen 6-monatigen Beteiligungsprozess. Mittels Workshops, Diskussionen, Planspielen und persönlichen Gesprächen wollen wir möglichst viele Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Unternehmerinnen und Unternehmer und politisch Verantwortliche zum Mitdenken und Mitreden einladen,“ informiert Danja Mlinaritsch, Geschäftsführerin der LEADER-Region Kamptal. „Die Ergebnisse fließen in die Regionsstrategie ein, die wir bis Anfang 2022 erarbeiten. Diese Strategie ist unser „Bewerbungspapier“, um wieder LEADER-Förderungen für regionale Projekte zu bekommen.“

Mag. Werner Groiß, Obmann der Wirtschaftskammer Horn: „Eine Regionsstrategie, die durch viele Wissende erarbeitet wird, ist eine gute Voraussetzung für einen gut entwickelten ländlichen Raum. LEADER leistet durch Förderungen und Know-how einen starken Beitrag.“




Die hohe Kunst der Veredelung lernen  

Der Verein LEADER-Region Kamptal arbeitet seit 5 Jahren engagiert daran, dass der Bestand an Streuobstbäumen im östlichen Waldviertel erhalten bleibt und gut gepflegt wird. Dafür werden Schnitt- und Pflegekurse organisiert.

Ein Veredelungskurs wurde auf Initiative von Bürgermeister Günther Kröpfl in Altpölla durchgeführt. Die interessierten Teilnehmenden lernten in Theorie und Praxis, was bei der richtigen Veredelung zu beachten ist.

„Das Veredeln von Obstgehölzen ist eine uralte gärtnerische Technik, die jeder erlernen kann. Das Grundprinzip ist einfach: Auf einer sogenannten Unterlage, die den Wuchs des Baumes bestimmt, soll eine gewünschte Obstbaumsorte wachsen und reichlich Früchte tragen. Dafür muss die Unterlage mit einem Trieb einer anderen Sorte verbunden werden“, informiert Workshopleiterin Gerlinde Handlechner. „Je nach Jahreszeit gibt es unterschiedliche Techniken. Im Spätwinter werden Edelreiser auf die Unterlage gesetzt. Die Technik dafür heißt Kopulation. Im Sommer wird eine ruhende Knospe verwendet.“

„Obstbäume prägen das Landschaftsbild unserer Gemeinde. Mir ist es ein Anliegen, dass speziell alte Sorten erhalten bleiben und durch Veredelung vermehrt werden. Aus diesem Grund organisieren wir, gemeinsam mit der LEADER-Region Kamptal, den Veredelungskurs,“ erklärt Bürgermeister Günther Kröpfl. „Selbst zu veredeln ist einfach, dazu braucht es keine teure Ausrüstung. Lediglich das Wissen muss man sich aneignen. Dafür haben wir den Kurs organisiert.“

Zusätzlich zum Veredelungskurs organisiert der Verein LEADER-Region Kamptal eine Pflanzaktion für Obstbäume.

Bis 3. Oktober 2021 kann man auf www.gockl.at/pflanzaktion hochwertige kostengünstige Obstbäume bestellen.

 

Kontakt für Rückfragen:

Verein LEADER-Region Kamptal
Danja Mlinaritsch
Tel: 0664/3915751
E-Mail: office@leader-kamptal.at

 

 

 

 




Neue LEADER-Projekte bringen Schwung in die Region

Das Projektauswahlgremium (PAG) der LEADER-Region Kamptal ermöglicht den Start von 6 neuen Projekten.

Die Gemeinde Röhrenbach war Gastgeber der Sitzung und Bürgermeister Mag. Gernot Hainzl präsentierte zur Begrüßung mit großer Begeisterung DAS Vorhaben von Röhrenbach: die Sanierung der Gruftkapelle und Kirche, die von internationalen ExpertInnen als kulturhistorisch von größtem Wert gesehen werden.

Sechs Projekte wurden diskutiert und einstimmig befürwortet. Vier davon setzen spannende Impulse im Tourismus: die Errichtung einer Genussinsel in Senftenberg-Priel, die Positionierung als Rad-Genussregion ASTEG, der Ausbau als Ganzjahresdestination Waldviertel und die Vermarktung des Weitwanderweges Kremstal-Donau.

Auch ein Neugründer wird unterstützt, der in Echsenbach als „Kastlgreissler“ wieder eine Einkaufsmöglichkeit für die Bevölkerung schafft. Mit dem sechsten Projekt wird die Initiative eines Dorferneuerungsvereins gefördert, der durch eine modernisierte Kühlung in einem Kühlhaus die Infrastruktur für Feste im Dorf verbessern will. Gleichzeitig erhalten auch landwirtschaftliche Betriebe die Möglichkeit, ihre Erzeugnisse (z.B. bei einer Hausschlachtung) optimal zu lagern.

Die Besetzung des PAG ist vielfältig: ExpertInnen aus unterschiedlichen Gebieten wie Wirtschaft, Politik, Kultur, Tourismus oder Landwirtschaft treffen sich ungefähr vier Mal im Jahr, um die beantragten Projekte kritisch nach vorgegebenen Kriterien zu prüfen, zu diskutieren und abschließend nach einem festgelegten Punktesystem, das die finale Förderhöhe bestimmt, zu bewerten.

LAbg. Josef Edlinger und Obmann der LEADER-Region Kamptal: „Ich schätze die Aktivität unseres Gremiums und die vielfältigen Meinungen zu den Projekten. Die Projekte müssen in unsere Strategie passen und einen Mehrwert für die Region haben. Die meisten sind touristisch und erstrecken sich von einer einzelnen Gemeinde bis zu regionsübergreifenden Vorhaben, wie die Entwicklung des Ganzjahrestourismus im Waldviertel. Auch Projekte aus der Wirtschaft oder zur Stärkung des sozialen Miteinanders werden vielfach eingereicht.“

Bis 2022 stehen noch rund 600.000 Euro an Förderungen für wirkungsvolle Projekte zur Verfügung.

Haben auch Sie eine Idee, die das Gemeinwohl im weitesten Sinn fördert? Dann müssen Sie sich unbedingt bei uns melden! Das LEADER-Büro in Langenlois hilft Ihnen kostenlos bei der Erstellung der erforderlichen Unterlagen: 0664/3915751, office@leader-kamptal.at




SB-Verkaufslösungen für regionale Produkte gesucht – € 75.000 Förderungen zu vergeben

Regionale Produkte sind in der Bevölkerung beliebter denn je. Die Nachfrage, speziell nach Lebensmittel aus der nächsten Umgebung und unabhängig von Öffnungszeiten, steigt stark an.

Die LEADER-Region Kamptal reagiert auf den Trend und stellt 75.000 Euro Förderungen für Selbstbedienungslösungen zur Verfügung.

Landwirtschaftliche Betriebe, kleine Unternehmen, Vereine oder private Gruppen können ihre Ideen zu neuen regionalen Einkaufsmöglichkeiten beim LEADER-Team einbringen.

Und das Zeitraum von 10.3 bis 1.9.2021.

Projektziele

  • Versorgung der Bevölkerung mit regionalen Produkten
  • Sicherstellung der Nahversorgung der Bevölkerung
  • Steigerung der Wertschöpfung
  • Verbesserung der Verfügbarkeit von regionalen Produkten
  • Bewusstseinsbildung für regionale Produkte

Förderbare Maßnahmen

  • Errichtung von Verkaufsmöglichkeiten für regionale Produkte
  • Ankauf von Selbstbedienungsautomaten
  • Anschaffung von Regalflächen oder Kühlmöglichkeiten
  • Ankauf von Software, Warenwirtschaftssystemen
  • Flyer, Drucksorten, Infomaterial, Beschilderung
  • Öffentlichkeitsarbeit

Projektkosten: minimum: € 7.000 / maximum: € 100.000

Förderhöhe:  40% netto / brutto

Detaillierte Infos zur Förderung von Selbstbedienungslösungen gleich hier downloaden:

Projektaufruf_Selbstbedienungslösungen regionale Produkte_bis 1_Sep_21

Melden Sie sich einfach mit Ihrer Idee bei uns: 0664/3915751

 




Interesse an Nachbarschaftshilfe ist groß

Nachbarschaftshilfe

Für einander da sein, Zeit schenken, Hilfe annehmen, plaudern – sind nur einige der Schlagworte, die die Initiative „Nachbarschaftshilfe Plus“ beschreiben.

2018 startete das Sozialprojekt in den beiden Gemeinden Pölla und Röhrenbach. Der Verein MIT EUCH – FÜR EUCH wurde gegründet, um Freiwillige und Hilfesuchende zusammen zu bringen. 2019 schlossen sich die Gemeinden Lichtenau und Rastenfeld an. 4 Teilzeitmitarbeiterinnen koordinieren die rund 80 Freiwilligen und 45 Hilfesuchenden.

Unter der Vorgabe „Maske tragen & Abstand halten“ werden folgende Leistungen angeboten:

  • Gemeinsame Zeit durch Plaudern oder Kartenspielen verbringen
  • Einkaufsdienste
  • Fahrtdienste zum notwendigen Arztbesuch oder Amtsweg
  • Spazierengehen (zum Friedhof, Kirche, Bankerl, etc.)
  • Information zu sozialen Themen

Da sich in den letzten Monaten einige Gemeinden für das Projekt interessieren, wurde Ende Mai 2021 ein praxisnaher Informationsabend organisiert.

Obmann Ing. Johann Müllner: „Wir freuen uns über das große Interesse am Projekt und hoffen, dass Nachbarschaftshilfe Plus in naher Zukunft in vielen Waldviertler Gemeinden umgesetzt wird. Wichtig für den Erfolg sind die TeilzeitmitarbeiterInnen, die Freiwillige und Hilfesuchende zusammenbringen. Das Nachbarschaftsangebot wird, trotz oder gerade durch Corona, sehr gut angenommen. Viele persönliche Besuche finden derzeit telefonisch oder sogar online statt. Gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig die nachbarschaftliche Hilfe ist. Danke an alle Freiwilligen. Ohne Euch wären die Hilfsangebote nicht möglich.“

Das Projekt „NachbarschaftsHILFE PLUS“, dass noch bis Ende 2022 läuft, wird finanziell durch LEADER unterstützt. Die Gesamtkoordination, die MitarbeiterInnen, Sach- und Marketingkosten werden gefördert. Ein weiteres Projekt  mit neuen Gemeinden ist für Mitte 2022 geplant.

 

 




Online-Umfrage bestätigt bisherigen Weg

Umfrage

Die Umfrage zur neuen Regionalstrategie zeigt deutlich: LEADER-Kamptal ist mit den geförderten Projekten am Puls der Zeit. 150 Menschen haben uns Rückmeldungen zu 34 Themen geben: Das Umfrage-Ergebnis ist mehr als überzeugend!

Alle abgefragten 34 Themen der neuen Regionsstrategie werden von mehr als 70% der Befragten als wichtig oder sehr wichtig erachtet. Die größte Bedeutung wird der Belebung der Ortskerne, der Sicherung einer vielfältigen Nahversorgung, dem Erhalt der Kulturlandschaften bzw. dem Schutz von wertvollen Lebensräumen und dem Boden und Wasser als Lebensgrundlage beigemessen: Jeweils 97% erachten diese Themen als wichtig oder sogar sehr wichtig!

Was macht die Region aus?

Mit großem Abstand werden die Begriffe „Natur, Landschaft, Gewässer, Wald“ genannt. Mit großem Abstand ist auch „Wein“, sowie „Ruhe, Erholung und Geborgenheit“ und „Genuss, Kulinarik und Kultur“ wichtig. Diese Aspekte machen sie in den Augen eines Umfrage-Teilnehmers „zum schönsten Platz auf Erden“.

Was sind die größten Herausforderungen der Region?

Diese Frage beantworten die Umfrage-Teilnehmer:innen mit „Abwanderung & Überalterung“, dicht gefolgt von „Umweltschutz“ und „Klimaschutz & Klimawandel“. Viele machen sich auch Gedanken zur Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen und Arbeitskräften, sowie zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Zudem werden „Bodenversiegelung“ und „Umweltfreundliche Mobilität“ als weitere Herausforderungen genannt.

Wir bedanken uns bei allen Umfrage-Teilnehmer:innen! Wir sehen die Ergebnisse als Auftrag, weiterhin mit voller Kraft für die Region tätig zu sein und innovative Projektideen zu fördern.




Demografischer Wandel – was wir heute schon tun können

Steigende Lebenserwartung und weniger Geburten bestimmen langfristig den demografischen Wandel, also die Veränderung unserer Gesellschaft.

Alexandra Prinz, Studentin der WU Wien, hat sich in ihrer Masterarbeit mit der Frage beschäftigt, ob und in welcher Weise die LEADER-Region Kamptal von einem solchen Wandel betroffen ist und wie sich das in den Bereichen Nahversorgung, Betreuungseinrichtungen für Kinder und alte Menschen, ärztliche Versorgung und öffentlicher Verkehr auswirkt.

Neben einer statistischen Analyse der LEADER-Region Kamptal hat die Studentin Interviews mit ExpertInnen geführt, um herauszufinden, welche Herausforderungen der demografische Wandel in der Region mit sich bringt und welche Maßnahmen getroffen werden. Das Ergebnis sind praxisbezogene Handlungsempfehlungen, wie auf die Veränderungen reagiert werden soll und welche Maßnahmen die Regionalpolitik, die Gemeinden sowie die Bevölkerung umsetzen können.

Die veränderten und heterogenen Lebensstile der Bevölkerung benötigen unterschiedliche Wohnformen und eine differenzierte Ausstattung mit Infrastruktur. Gemeinden können die Daseinsvorsorge besser leisten, wenn ältere Personen länger in ihrer Heimatgemeinde wohnen können und (junge) Familien durch familienfreundliche Wohn- und Lebensqualität in den Gemeinden gehalten oder zum Zuzug animiert werden. Hier sind die Nutzung von Leerständen oder eine multifunktionale Nutzung von Gebäuden, wie z. B. in Rastenfeld und Gars am Kamp, entscheidend.

Die Ortskernbelebung in Gföhl kann als Beispiel für die Stärkung der raumbezogenen Identität genannt werden. Als Motivation der jungen Bevölkerung, in ihrer Heimatgemeinde zu bleiben, sind Jugendgespräche, wie die des Bürgermeisters in Schönberg am Kamp, eine gute Maßnahme.

Kooperationen zwischen Gemeinden wie beispielsweise die Kleinstkinderbetreuung in Gföhl oder die Privatinitiative „Sonnenschein“ in Gars am Kamp sind zu fördern.

Speziell im Bereich der Pflege sind bereits heute Maßnahmen erforderlich, denn die steigende Lebenserwartung bewirkt einen Anstieg an Seniorengerechteren Infrastruktur, an Pflegepersonal und an Pflegeeinrichtungen.  Bei kommunalen Planungen muss die Barrierefreiheit stärker mitbedacht werden. Auch müssen Lösungen gefunden werden wie vor allem ältere Personen ohne PKW Freizeit-, Erholungs- und Bildungsangebote erreichen können. Um der zunehmenden Vereinsamung entgegenzuwirken, sind Generationenbeziehungen zu fördern, wie das etwa beim Projekt „Nachbarschaftshilfe“ passiert.

Josef Edlinger, Abgeordneter zum NÖ Landtag und Obmann der Leader-Region Kamptal: „Wir alle erleben, dass sich unsere Gesellschaft verändert hat: mehr Einpersonenhaushalte, Mobilität bis ins hohe Alter, hohe Lebenserwartung, weniger Geburten… all das wirkt sich langfristig aus. Wir müssen bereits heute Handlungen setzen, um zukünftig gut gerüstet zu sein. Das erfordert mehr Kooperation unter den Gemeinden und ein zukunftsorientiertes Handeln. Gemeinschaftliche Altersversorgung und Kinderbetreuungsmöglichkeiten, Leerstand im Ortszentrum vermeiden, Mobilität für Kurzstrecken ermöglichen, neue Formen der Nachbarschaftshilfe, etc. Danke an Alexandra Prinz, die uns Maßnahmen aufzeigt, die auch mit LEADER-Fördermitteln umgesetzt werden können.“

Kurzfassung "Demografischer Wandel in der LEADER-Region Kamptal, Status Quo & Handlungsempfehlungen" (5008 Downloads )




Ältere ArbeitnehmerInnen – Chancen & Nutzen für regionale Betriebe

Ältere ArbeitnehmerInnen in regionalen Betrieben

Die demografische Entwicklung bestätigt: wir werden immer älter und wir bleiben immer länger aktiv. Doch was bedeutet das für ältere ArbeitnehmerInnen, was für unsere Betriebe?

Gerade für Personen ab 45 plus ist es nicht ganz einfach, einen neuen Job zu finden. Zahlreiche Vorurteile kursieren in den Unternehmen, beispielsweise, dass ältere ArbeitnehmerInnen massive Mehrkosten mit sich bringen und oft krank sind.

Ob das tatsächlich so ist, welche Vor- und Nachteile, welche Vorurteile es gegenüber älteren Beschäftigten gibt, dem wollen wir wissenschaftlich nachgehen.

Über die Themenbörse Abschlussarbeiten suchen wir Studierende, die sich im Rahmen ihrer Abschlussarbeit der Themenstellung „Ältere ArbeitnehmerInnen – Chancen & Nutzen für regionale Betriebe“ widmen.

Fragen, auf die wir Antworten suchen, sind:

  • Ab wann spricht man von älteren ArbeitnehmerInnen?
  • Wie schaut die Altersstruktur in Unternehmen aus?
  • Was ist „altersgerechte Personalpolitik“?
  • Worin liegen die Stärken & Schwächen älterer ArbeitnehmerInnen?
  • Bietet die Digitalisierung eine Chance?
  • Was brauchen ältere ArbeitnehmerInnen: Gesundheitsmanagement, Work-Life-Balance, Weiterbildung, Arbeitszeitmodelle, etc.?

Diese und viele weitere Fragen können und sollen Studierende in ihrer Masterarbeit „Age Diversity Management“ behandeln.

Hier geht’s zur Themenstellung, bei Interesse bitte gleich direkt Karin Peter kontaktieren. Sie ist bei der NÖ Forschungs- und Bildungsges.m.b.H. (NFB) zuständig für die Themenvermittlung an der Themenbörse.