LEADER wirkt in Niederösterreich – Regionen zeigen Stärke und gestalten Zukunft

LEADER wirkt in NÖ, das betont LHstv. Pernkopf bei einem Arbeitstreffen.

Wie lebendig regionale Entwicklung in Niederösterreich funktioniert, zeigte das kürzliche Arbeitstreffen in der Gartenbauschule Langenlois. LH-Stv. Stephan Pernkopf hatte die Vertreter:innen aller 19 LEADER-Regionen geladen, um gemeinsam Bilanz zu ziehen, Herausforderungen zu besprechen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Bereits zu Beginn betonte Pernkopf die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit:
„Ich bedanke mich bei allen Akteurinnen und Akteuren – besonders bei den Ehrenamtlichen. LEADER greift die Bedürfnisse der Regionen auf, stärkt Gemeinden und bringt Projekte auf den Boden, die wirtschaftlich wie sozial Wirkung zeigen.“

 

LEADER 23–27: Praxiswissen aus den Regionen 

Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen aus der laufenden Periode. Erkenntnisse aus den Regionen, ein Blick in andere Bundesländer sowie Beiträge aus Verwaltung und Förderstellen machten deutlich, dass LEADER nicht nur ein Förderprogramm ist, sondern ein regionaler Motor. Vertreter von ecoplus, AMA (Agrar Markt Austria) und der LEADER verantwortlichen Landesstelle unterstrichen: Je näher Projekte an Menschen und realen Bedarfen entstehen, desto nachhaltiger wirken sie.

 

Was LEADER möglich macht – greifbare Wirkung im Alltag

Wie vielfältig regionale Impulse sein können, zeigte das Projekt „Der Unsichtbare Garten“, das zu Beginn des Treffens gemeinsam besichtigt wurde. Der innovative, multisensorische Garten macht die „unsichtbaren Höchstleistungen“ der Natur erlebbar. Begleitet von Ella, der kleinen Kugelspringerin, entdecken Besucher:innen den vielfältigen Garten der Gartenbauschule Langenlois und erhalten Antworten auf Fragen wie: „Warum ist es unter Bäumen kühler?“ oder „Wie entsteht eine Trockensteinmauer – und welchen Nutzen hat sie?“

Ein Projekt, das bereits weit über die Region hinaus als Best-Practice wahrgenommen wird. Solche Initiativen zeigen beispielhaft, wie LEADER wirkt: Orte entwickeln sich weiter, neue Zielgruppen werden angesprochen und regionale Identität sowie Teilhabe werden sichtbar gestärkt. Darüber hinaus wurden Projekte aus Zentrumsentwicklung, Jugendpartizipation, Nachbarschaftshilfe und Klimaanpassung vorgestellt – allesamt Belege dafür, wie breit LEADER in Niederösterreich wirkt.

 

Stimme aus dem Landtag: Projekte von Menschen für Menschen

LAbg. Josef Edlinger betonte, warum LEADER in Niederösterreich so erfolgreich ist:
LEADER-Projekte entstehen dort, wo die Ideen wachsen – in der Bevölkerung. Ein regionales Gremium bewertet die Vorhaben, und nur die Menschen vor Ort können wirklich einschätzen, welchen Wert ein Projekt für ihre Region hat. Das gibt uns die Kraft, uns von innen heraus weiterzuentwickeln und auf unseren eigenen Stärken aufzubauen.“
Sein Fazit ist klar: „LEADER wirkt – und das soll auch in Zukunft so bleiben.

 

Ausblick auf LEADER 2028+: Gemeinsam weiterdenken

Der Blick in die nächste Förderperiode zeigt: Die Regionen wollen den erfolgreichen Weg fortsetzen – mit mehr Flexibilität, administrativen Vereinfachungen und klaren thematischen Schwerpunkten wie Zentrumsentwicklung, Klimawandelanpassung, Jugend, Daseinsvorsorge und Digitalisierung.

 

Zum Abschluss unterstrich LH-Stv. Stephan Pernkopf noch einmal die Bedeutung des Programms:
LEADER ist ein Garant dafür, dass gute Ideen ihren Weg in die Umsetzung finden. Denn die Menschen vor Ort wissen am besten, was ihre Region braucht. LEADER bietet regionale Lösungen für regionale Herausforderungen.

 

Fotorechte: NLK Burckhart

Vlnr: LAbg. Josef Edlinger (Obmann LEADER-Kamptal+), LHStv. Stephan Pernkopf, Danja Mlinaritsch (GF LEADER-Kamptal+)

 

 




Unsichtbare Helden im Garten: Neues Schauprojekt in Langenlois eröffnet

Professionelles Foto von der gelungenen Eröffnung: Ulli Paur

LANGENLOIS. Wie viele Höchstleistungen in unseren Gärten Tag für Tag verborgen bleiben, zeigt ab sofort ein neues, interaktives Schauprojekt im Lehr- und Schaugarten der Gartenbauschule Langenlois. Unter dem Titel „Verborgene Höchstleistungen – das Wunderwerk Garten“ wurde der neue Themenweg Mitte Oktober 2025 feierlich eröffnet.

Schon beim „Weißen Eingang“ beginnt der Rundgang in eine faszinierende Welt des Fast-Unbemerkten. Begleitet von Ella, einem Insekt aus der Familie der Kugelspringer, entdecken Besucher:innen, was sich unter, über und zwischen den Pflanzen abspielt: vom scheinbar toten Holz, das voller Leben steckt, über die Wunder des Komposts, in dem fruchtbarer Humus entsteht, bis hin zu Dach- und Wandbegrünungen, in denen es von Mikroorganismen nur so wimmelt.

Auch Nebel- und Wasserkreisläufe, ein Zukunftswald mit Denkanstößen und das verzweigte Kommunikationsnetz der Baumwurzeln machen sichtbar, was normalerweise verborgen bleibt – und zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig die Natur zum Funktionieren unseres Ökosystems beiträgt.

Direktor Andreas Kovac zeigte sich bei der Eröffnung begeistert: „Mit dem neuen Schauprojekt wurde der Schul- und Schaugarten der Gartenbauschule Langenlois um eine weitere Attraktion bereichert – und ist nun noch sehenswerter für Besucher:innen und Gartenliebhaber:innen. Ich danke allen, die zu diesem Vorzeigeprojekt beigetragen haben – allen voran dem Ideengeber Christian Kittenberger, Ausbildner Helmut Schiegl und seinen engagierten Schüler:innen, sowie dem gesamten Lehrpersonal. Ihr alle habt euch mit viel Herzblut eingebracht und das Ergebnis ist großartig“

Ermöglicht wurde das Projekt einerseits durch Eigenleistungen der Gartenbauschule, andererseits durch eine Förderung aus dem EU-Programm LEADER, das innovative Projekte im ländlichen Raum unterstützt.

LEADER-Obmann Josef Edlinger betonte bei der Eröffnung: „Dieses Projekt zeigt, wie spannend Umweltbildung sein kann – anschaulich, kreativ und mitten in der Natur. Genau solche Initiativen wollen wir mit LEADER fördern.“

Auch Danja Mlinaritsch, Geschäftsführerin der LEADER-Region Kamptal+, zeigte sich erfreut über die erfolgreiche Umsetzung: „Der ‚Unsichtbare Garten‘ ist ein echtes Vorzeigeprojekt für unsere Region. Wir sind stolz, dass wir mit LEADER dazu beitragen konnten, das Unsichtbare sichtbar zu machen.“