LEADER-Region Kamptal+: 60 Gemeindevertreter:innen setzen starke Zukunftsimpulse

LEADER-Kamptal+: Generalversammlung: Status Quo und 2 neue Themen

Rund 60 Bürgermeister:innen, Vizebürgermeister:innen und Gemeinderät:innen aus der LEADER-Region Kamptal+ trafen sich Mitte März im working space 4.0 in Gars am Kamp zur Generalversammlung. Die Region präsentierte eine beeindruckende Bilanz, neue Projektideen und klare Schwerpunkte für die kommenden Jahre.

Vizebürgermeisterin Pauline Uitz begrüßte die Gäste und stellte die Marktgemeinde Gars vor. Anschließend präsentierte Mag. Werner Groiß den innovativen working space 4.0 als modernes Zentrum für Arbeiten, Vernetzen und regionale Entwicklung.

Starke Bilanz und neue Impulse

Die LEADER-Region hat bisher 23 Projekte befürwortet und damit 55 % der verfügbaren Fördermittel ausgeschöpft. In Summe wurden 1,6 Mio. Euro an Projektkosten bewegt, mit einer durchschnittlichen Förderquote von 60 %.

Die präsentierten Projekte reichten von Tourismus- und Wirtschaftsinitiativen über Nahversorgung und Freizeitangebote bis hin zu Klima- und Naturschutzmaßnahmen. Besonders hervorgehoben wurden u. a. das Besucherzentrum „Herz des Waldviertels“, die Wirtschaftsinitiative „Wirtschaft Langenlois“, Nahversorgungsprojekte, Motorikparks sowie neue Impulse für die offene Jugendarbeit in sechs Gemeinden.

Obmann Josef Edlinger betonte die Bedeutung dieses Schwerpunkts: „Unsere Jugendlichen brauchen Räume, Angebote und Menschen, die sie begleiten. Mit diesem Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für eine Region, die junge Menschen ernst nimmt und ihnen Perspektiven bietet.“

Auch Bürgermeister Andreas Pichler unterstrich den Mehrwert: „Die Gemeinden können alleine vieles leisten – gemeinsam aber erreichen wir eine völlig neue Qualität. Die professionelle Jugendarbeit stärkt nicht nur junge Menschen, sondern auch das Miteinander in unseren Orten.“

 

Neue Themen: Schutzgebiete & Digitalisierung

Zwei Zukunftsthemen standen im Mittelpunkt:

1. Schutzgebietsmanagement Kamp- und Kremstal

Mag. Gabriele Pfundner und Mag. Barbara Thurner präsentierten Aufgaben, Ziele und aktuelle Projekte im Europaschutzgebiet. Die Region umfasst rund 29.000 Hektar und beherbergt 21 wertvolle Lebensraumtypen. Exkursionen, Pflegeeinsätze und Bewusstseinsarbeit stehen 2026 im Fokus.

 

2. Digitalisierung für Gemeinden

Christian Haider, Leiter der Stabstelle Innovation, stellte die Digitalisierungsangebote der Dorf- & Stadterneuerung vor – vom „Digi-Kompass“ zur Standortbestimmung bis zur „Digi-Schmiede“ für vertiefende Prozessbegleitung. Ziel ist es, Gemeinden fit für digitale Verwaltung, moderne Kommunikation und effiziente interne Abläufe zu machen.

 

Einstimmige Beschlüsse und Ausblick

Die Generalversammlung verabschiedete einstimmig den Jahresabschluss 2025 sowie das Budget 2026. Bis Mitte 2027 folgen weitere Projektaufrufe – unter anderem zu klimafitten Ortszentren, Freizeitwegen, digitaler Gemeindekommunikation und innovativen Beherbergungsformen.

Die LEADER-Region Kamptal+ zeigt damit eindrucksvoll, wie regionale Zusammenarbeit, Innovationskraft und Engagement die Zukunft des ländlichen Raums gestalten.

 

Foto vlnr: Birgit Hainböck (LEADEr Region-Kamptal+), Vizebgm. Langenlois Ing. Leopold Groiß, ÖkR Maria Forstner (Dort- & Stadterneuerung), Mag. Werner Groiß (working space 4.0), Danja Mlinaritsch (GF LEADER-Region Kamptal+), LEADER-Obmann LAbg. Josef Edlinger, Vizebgm. Gars Pauline Uitz, Vizebgm. Gedersdorf Erich Berger, Mag. Barbara Thurner (Schutzgebietsmanagement Kremstal), Bgm. Lichtenau Andreas Pichler, Mag. Gabriele Pfundner (Schutzgebietsmanagement Kamptal), Christian Haider, MA (Dorf- und Stadterneuerung)

Fotorechte: LEADER-Region Kamptal+




#LEADERwirkt – Starke Ideen, starke Region: LEADER als Motor für das Waldviertel

Pressefoto 1. Stopp #LEADERwirkt Tour

Wie stark LEADER das östliche Waldviertel prägt, wurde beim 1. Stopp der #LEADERwirkt-Tour der LEADER-Region Kamptal+ in Gföhl deutlich. Landesrat Anton Kasser, in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, zog gemeinsam mit regionalen Vertreterinnen und Vertretern Bilanz über fast 30 Jahre Regionalentwicklung.

 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Seit dem Start der LEADER-Initiative 1997 wurden 620 Projekte umgesetzt – vom Tourismus über Wirtschaft bis hin zu sozialen Initiativen. Insgesamt 20 Millionen Euro Fördermittel von EU, Bund und Land flossen dadurch in die Region.

„LEADER ist weit mehr als eine Förderung – es ist ein echter Entwicklungsmotor für den ländlichen Raum“, betont Kasser. Hier entstehen Ideen nicht am Reißbrett, sondern direkt bei den Menschen. Genau das macht diese Projekte so nachhaltig und erfolgreich.“

LAbg. Josef Edlinger, LEADER-Obmann, unterstreicht die Bedeutung: „LEADER zeigt eindrucksvoll, wie viel Kraft in regionalen Ideen steckt. Wenn engagierte Menschen Unterstützung erhalten, entstehen nachhaltige Projekte für Wirtschaft, Lebensqualität und Zusammenhalt.“

 

Breite Wirkung – von Wirtschaft bis Zusammenhalt

Die Projekte zeigen, wie vielseitig LEADER wirkt:

Im Tourismus und in der Freizeit sorgen Initiativen wie die VOLT-Radrunde oder Themenwege für mehr Gäste und zusätzliche Wertschöpfung.

Wirtschaft und Nahversorgung werden durch Projekte wie „Unser Laden“ oder betriebliche Netzwerke gestärkt – mit kurzen Wegen und neuen Chancen für regionale Produzentinnen und Produzenten.

Gleichzeitig investiert die Region in Lebensqualität und Zusammenhalt:
Jugendarbeit, Bewegungsangebote wie Funcourts sowie Initiativen wie Zeitpolster oder NachbarschaftsKultur stärken das Miteinander und unterstützen Menschen im Alltag.

Auch innovative Projekte wie der „Unsichtbare Garten“ oder das geplante Besucherzentrum in Allentsteig setzen neue Impulse für Bildung und Bewusstseinsbildung.

 

Entscheidungen in der Region

Pressefoto #LEADERwirkt Tour

Josef Edlinger, Obmann der LEADER-Region Kamptal, Karl Elsigan, Bürgermeister Schwarzenau, Danja Mlinaritsch, Geschäftsführerin LEADER-Region Kamptal, und Landesrat Anton Kasser.

Ein Erfolgsrezept von LEADER liegt in seiner Struktur:
Die Ideen entstehen direkt bei den Menschen vor Ort.

„LEADER-Projekte wachsen dort, wo das Wissen über die Region am größten ist – bei den Bürgerinnen und Bürgern“, erklärt Edlinger. „Ein regionales Gremium bewertet die Projekte. So entscheiden Menschen aus der Region, welche Ideen wirklich einen Mehrwert für unsere Heimat bringen.“

LR Kasser ergänzt deutlich: „Jeder Euro, der hier investiert wird, löst zusätzliche Entwicklung aus. LEADER bringt nicht nur Geld in die Region – es bringt Bewegung, Innovation und Zukunft.“

Motor für die Zukunft

Die LEADER-Region Kamptal+ umfasst 25 Gemeinden in den Bezirken Krems-Land, Horn und Zwettl. Die Schwerpunkte reichen von klimafreundlichem Tourismus über Digitalisierung bis hin zu Klimaschutz und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Für Edlinger ist die Richtung klar: „620 Projekte zeigen, wie viel Innovationskraft in unserer Region steckt. LEADER wirkt – und das soll auch in Zukunft so bleiben.“

 

#LEADERwirkt-Tour

Die 19 LEADER-Regionen Niederösterreichs zeigen, wie aus regionalen Ideen konkrete Projekte entstehen – und was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam anpacken und ihre Region aktiv gestalten. Mit der #LEADERwirkt-Tour 2026 machen sie diese Wirkung sichtbar: Von März bis November laden 19 Termine dazu ein, erfolgreiche Projekte und gelebte regionale Entwicklung hautnah zu erleben.

 

Beitragsbild:
Vlnr: Andreas Pichler, Bürgermeister Lichtenau, Josef Edlinger, Obmann der LEADER-Region Kamptal, Marion Gotthard, Amt der NÖ Landesregierung, Margit Steinmetz, Geschäftsführende Gemeinderätin in Stratzing, Danja Mlinaritsch, Geschäftsführerin LEADER-Region Kamptal, Franz Aschauer, Bürgermeister Jaidhof, und Landesrat Anton Kasser
Fotorechte © NLK Filzwieser




VOLT Radrunde eröffnet – 140 km Rundweg verbindet die 7 Kampseen-Gemeinden

Ende Mai 2022 war es soweit – die VOLT Radrunde, ein Streckennetz von 140 km Länge, wurde am Hauptplatz von Gföhl eröffnet. Die Ehrengäste LAbg. Josef Edlinger und NÖ.Regional-Geschäftsführerin Christine Schneider fanden stolze Worte für das vorbildhafte Radangebot, dass stufenweise ausgebaut wurde. Der Obmann des Regionalvereins Kampseen, Bgm. Gerhard Wandl (Rastenfeld) informierte über die Planungs und Umsetzungsphase und bedankte sich für die gelungene Zusammenarbeit bei den Regionsbürgermeistern Bgm. Ludmilla Etzenberger (Gföhl), Bgm. Andreas Pichler (Lichtenau), Bgm. Günther Kröpfl (Pölla), Bgm. Franz Aschauer (Jaidhof), Bgm. Josef Graf (Krumau am Kamp) und Bgm. Eva Schachinger (St. Leonhard/Hw.). Auf den Festakt folgte ein gemeinsames Anradeln, bei dem sich viele Interessierte beteiligten.

Als Rahmenprogramm zur Eröffnung wurde ein Radlreparaturtag organisiert, finanziert durch das Mobilitätsmanagement Waldviertel der NÖ.Regional. Viele Gäste nutzten das Angebot und ließen ihre Fahrräder servicieren und kleine Reparaturen durchführen. Somit steht einer erfolgreichen Radsaison nichts mehr im Wege.

Die Gesamtkosten von ca. 170.000 Euro wurden zu 70% von der LEADER-Region Kamptal gefördert. Die Investition wurde für die Planung und Beschilderung der Strecke, überdachte Rastplätze, sieben Gemeinderunden, Infotafeln uvm. eingesetzt. Im Rahmen des Wettbewerbs „Clever Mobil“ des Landes NÖ konnten weitere 10.000 Euro für die Installierung eines E-Bike-Verleihsystems aufgestellt werden.

„Diese Strecke stellt einen Mehrwert für die Bevölkerung dar und ist gleichzeitig eine optimale Ergänzung zum touristischen Angebot der Region,“ informiert Gerhard Wandl, Obmann der Region Kampseen. „In den drei Jahren der Projektumsetzung haben Beherbergungsbetriebe und Gastronomie das Potential erkannt, dass der Radtourismus in unserer Region hat und bieten Leihräder und Abholdienste an. 140 Kilometer können ganzjährig befahren werden, ergänzend dazu gibt es auch noch kurze Gemeinderunden. Ich lade alle herzlich ein: schnappen Sie Ihr Rad und sausen Sie los – VOLT machts möglich.“

 




Wie funktionieren Hubsi und Karlopolis?

VertreterInnen der Leader Region Kamptal informieren sich über Gemeindebus Systeme

Wie verbessert man den öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum? Welche Lösungen gibt es um kurze Distanzen ohne eigenen PKW zu erreichen? Diese Fragen beschäftigten eine Delegation von 6 Personen, allen voran Landtagsabgeordneter Josef Edlinger, Obmann der Leader Region Kamptal, sowie die Bürgermeister Gerhard Wandl (Rastenfeld) und Andreas Pichler (Lichtenau), geschäftsführender Gemeinderat Gerry Steindl (Gars(, Philip Laister (Mobilität NÖ Regional) und Danja Mlinaritsch, GF Leader Kamptal, als Sie sich auf Lösungssuche in den Bezirk St. Pölten begaben.

LAbg. Josef Edlinger: „Der öffentliche Verkehr im Waldviertel wurde in den letzten Jahren optimiert. Vor allem die Anbindung vom Hauptort in die Bezirksstädte Krems, Zwettl und Horn. Wo wir Verbesserungsbedarf sehen, ist die Anbindung der Ortschaften an den Hauptort: Kinder müssen zur Musikschule oder zum Fußballplatz, SeniorInnen zum Arzt oder zum Einkaufen, Angestellte zum Arbeitsplatz. Hier gibt es Bedarf. Gemeindebusse mit freiwilligen Fahrerinnen und Fahrern sind eine mögliche Lösung.“

2018 wurde der Gemeindebus Karlopolis in der Gemeinde Karlstetten ins Leben gerufen. Knapp 30 Freiwillige übernehmen die Fahrdienste. Zw. 5 – 10 Fahrgäste gibt es pro Tag. Bürgermeister Ing. Kraushofer: „Der Gemeindebus wird über einen Verein betrieben. Die Fahrgäste und FahrerInnen müssen Mitglied beim Verein sein. Unser Bussystem wird sehr gut angenommen um von den Ortschaften in den Hauptort zu kommen und um wenige Fixziele in St. Pölten zu erreichen.“

Hubsi, Hol- und Bringdienste in der Gemeinde Hafnerbach, ist seit 2017 für die Bevölkerung im Einsatz. Vorwiegend Kinder und Jugendliche nutzen den flexible Hol- und Bringservice um zum Bahnhof oder in die Musikschule zu kommen. Rund 40 Freiwillige FahrerInnen sind mit dem Renault Zoe 6 Tage in der Woche unterwegs. Jährlich werden 35.000 km elektrisch gefahren, durchschnittlich zw. 10 – 15 Fahrten. Bürgermeister Mag. Gratzl: „Ohne unsere 40 freiwilligen FahrerInnen wäre Hubsi nicht möglich. Ich bin sehr stolz, dass das Hol- und Bringservice so gut angenommen wird und die Zufriedenheit in der Bevölkerung hoch ist.“

Gerhard Wandl, Bürgermeister Rastenfeld: Unter dem Motto „Der Weg ist das Ziel“ haben wir uns 2018 auf den Weg gemacht, um alternative Lösungen für Kurzstrecken zu finden. Wir haben einige Modelle im Detail angeschaut und wissen auf was es ankommt: einerseits attraktiv für die Bürgerinnen und Bürger, andererseits leistbar für die Gemeinden. Das Wichtigste allerdings sind Freiwillige, die Fahrdienste übernehmen. Wir werden In den nächsten Wochen intensiv über ein Hol- und Bringservice in unserer Gemeinde nachdenken.“