Wenn LEADER wirkt: 19 Regionen treffen sich zum Austausch in Amstetten-Mauer

Gruppenfoto beim Treffen NÖ LEADER-Regionen

Die 19 niederösterreichischen LEADER‑Regionen trafen sich zu ihrem halbjährlichen Austausch – diesmal im beeindruckenden Areal der Landesausstellung in Amstetten‑Mauer. Obmänner, Obfrauen sowie Geschäftsführerinnen und Geschäftsführer nutzten das Treffen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und gemeinsame Projekte voranzutreiben.

Ein zentrales Thema war die laufende #LEADERwirkt‑Tour, eine Veranstaltungsreihe, die in allen 19 Regionen Halt macht. Der erste Tourenstopp fand in Gföhl statt, wo die Vielfalt der LEADER‑Themen vorgestellt wurde. Landesrat Anton Kasser nahm daran teil und betonte die Bedeutung der Regionen als innovative Motoren für den ländlichen Raum.
Die nächsten Tourstopps führen die Regionen Waldviertler Wohlviertel und Weinviertel Ost ins Rampenlicht.

Auch die #LEADERwirkt‑Videos standen im Fokus: Jede Region produziert ein Video zu einem besonders spannenden Projekt, um die Wirkung von LEADER sichtbar zu machen. Die LEADER‑Region Kamptal+ präsentierte bereits ihr Video zum Nachbarschaftshilfeprojekt „Zeitpolster“, das zeigt, wie gelebte Solidarität eine Region stärkt.

Ein weiterer wichtiger Punkt war der Austausch zum aktuellen Stand der Planung für die kommende Förderperiode. Im Anschluss besichtigte die Gruppe die Landesausstellung „Wenn die Welt Kopf steht – Mensch. Psyche. Gesundheit.“
Die Ausstellung beleuchtet eindrucksvoll die Verbindung zwischen Psyche und Gesundheit, zeigt künstlerisch die Herausforderungen psychischer Erkrankungen und sensibilisiert für Verständnis, Mitgefühl und Unterstützung.

Josef Edlinger, Obmann der LEADER‑Region Kamptal+, fasst zusammen:
„LEADER‑Regionen arbeiten sehr unterschiedlich, an vielfältigen Projekten und mit ähnlichen Herausforderungen. Der Austausch ist wichtig, denn nur gemeinsam – unter dem Motto #LEADERwirkt – werden wir wahrgenommen. LEADER wirkt durch die regionale Projekte, durch die Förderungen und durch unser kostenloses Beratungsknow‑how.“




anRADLn & Genussmarkt im Herz des Wald4tels – 26.4 ab 10h

Flyer: anRADLn u Rad Genuss Markt am 24.6

Am Sonntag, dem 26. April 2026, startet die Rad-Genuss-Region Herz des Wald4tels offiziell in die neue Radsaison – und das mit einem besonderen Highlight: „anRADLn mit Herz“ entlang des beliebten Knödellandradwegs.

Die Veranstaltung verbindet Bewegung, Kulinarik und regionale Vielfalt und lädt Radbegeisterte, Familien und Genussmenschen zu einem erlebnisreichen Tag ein.

Radeln, genießen und entdecken

Ganztägig steht der rund 42 Kilometer lange Knödellandradweg im Mittelpunkt, der durch die Gemeinden Allentsteig, Echsenbach, Göpfritz an der Wild, Pölla und Schwarzenau führt. Entlang der Strecke sorgen zahlreiche Kulinarik-Stationen für genussvolle Pausen. Der familienfreundliche Radweg bietet ideale Bedingungen für alle Altersgruppen.

RAD-Genuss-Markt in Göpfritz/Wild

Parallel dazu findet von 10:00 bis 17:00 Uhr im Kulturstadl Göpfritz an der Wild der RAD-Genuss-Markt statt. Besucher:innen erwartet ein abwechslungsreiches Angebot aus:

  • regionalen Spezialitäten
  • innovativen Radprodukten
  • Aussteller:innen aus der Region
  • Radkünstler
  • Mitmachangeboten und Kinderprogramm

Der Eintritt ist frei.

Mitmachen und gewinnen

Ein besonderes Highlight ist das Gewinnspiel mit Stempelpass: Wer entlang des Knödellandradwegs Stationen besucht und Stempel sammelt, hat die Chance auf attraktive Preise – von hochwertigem Radzubehör bis hin zu Übernachtungen in der Region.

Eröffnung & Rahmenprogramm

Die offizielle Eröffnung findet um 11:00 Uhr im Kulturstadl Göpfritz/Wild statt. Vertreter:innen der Region eröffnen den Veranstaltungstag feierlich.

Service & Teilnahme

  • Teilnahme kostenlos
  • Radverleih auf Anfrage
  • Einstieg in den Radweg flexibel entlang der gesamten Strecke möglich

Weitere Informationen unter: https://www.herzdeswald4tels.at

Starke Partner der Region

Die Veranstaltung wird unterstützt von:
HARTL HAUS
Raiffeisenbank im Thayatal
NAWARO ENERGIE
sowie den Knödelland-Wirt:innen

Das Projekt wird im Rahmen von LEADER durch die Europäische Union kofinanziert.

Aussteller:innen:

Kurt Altmann Fahrräder und Zubehör -E-Bikes

Radshop Kalteis – Fahrräder und Zubehör

Frank Reisen GmbH – Radreisen

ÖAMTC – Reparaturstand

Wegwartehof – Demeter Produkte

Mobiliätsmanagement noe regional – Infostand

Greifvogelzentrum Schloss Waldreichs – Präsentation Ausflugsziel

Raiffeisenbank im Thayatal – Neukundengewinnung, Unfallversicherung

Zukunftsraum Thayaland – Infos und Prospekte

Knödelmanufaktur Klang – Knödel, Speck und Leberkässemmeln

Brenners Bestes – Brot

Wildrast by Pani – Getränke

NO Huskystadel Waldviertel – Infos zu Huskytour und Schafprodukte

WinEcycle Tours

und weitere…..

 

Rückfragen: Gabriela Hüther, MBA | ext. Projektleitung | Region Herz des Wald4tels – Verein Kleinregion ASTEG, 0664 14 39 571 | projekte@astegplus.com




#LEADERwirkt-Tour 2026: 19 Regionen zeigen, wie Zukunft vor Ort gestaltet wird

#LEADERwirkt Tour - Titelbild

Wie entsteht Zukunft am Land? Die 19 LEADER-Regionen Niederösterreichs zeigen, wie aus regionalen Ideen konkrete Projekte entstehen – und was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam anpacken und ihre Region aktiv gestalten. Mit der #LEADERwirkt-Tour 2026 machen sie diese Wirkung sichtbar: Von März bis November laden 19 Termine dazu ein, erfolgreiche Projekte und gelebte regionale Entwicklung hautnah zu erleben.

Die Regionen in Niederösterreich stehen vor vielfältigen Herausforderungen: demografische Veränderungen, wirtschaftlicher Strukturwandel, Klimaanpassung, Nahversorgung oder die Attraktivität der Gemeinden als Lebensraum. Diese Themen sind regional unterschiedlich ausgeprägt – und brauchen daher maßgeschneiderte Lösungen vor Ort.

Genau hier setzt LEADER an. Seit über 30 Jahren entwickeln Regionen gemeinsam mit Gemeinden, Betrieben aus Wirtschaft, Landwirtschaft und Tourismus sowie engagierten Menschen Lösungen für ihre konkreten Herausforderungen. Zahlreiche Projekte konnten so bereits erfolgreich umgesetzt werden – von innovativen Wirtschaftsimpulsen über neue Angebote in der Daseinsvorsorge bis hin zu Initiativen für mehr Lebensqualität im ländlichen Raum.

LEADER wirkt – weil Regionen selbst gestalten.

Die LEADER-Methode basiert auf einem klaren Prinzip: Regionen identifizieren ihre Herausforderungen selbst und arbeiten gemeinsam an Lösungen. Menschen vor Ort wissen am besten, was ihre Region braucht. Ideen entstehen partnerschaftlich, werden weiterentwickelt und durch die LEADER-Teams in den Regionen von der ersten Idee bis zur Umsetzung begleitet. Unterstützt durch EU, Bund und Land entstehen so Projekte, die nachhaltig wirken und genau auf die regionalen Bedürfnisse abgestimmt sind.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner unterstreicht die Bedeutung dieser Initiative: „LEADER ist seit vielen Jahren ein starker Motor für Innovation und Zusammenarbeit in unseren Regionen. Die #LEADERwirkt-Tour zeigt eindrucksvoll, wie viel Engagement, Kreativität und regionaler Zusammenhalt in den niederösterreichischen Regionen steckt. Gemeinsam gestalten wir so die Zukunft unserer Gemeinden und stärken den ländlichen Raum nachhaltig.“

Mit der #LEADERwirkt-Tour 2026 machen die Regionen diese Wirkung sichtbar. Zwischen März und November laden alle 19 LEADER-Regionen zu eigenen Terminen ein und präsentieren konkrete Projekte, die zeigen, wie regionale Entwicklung in der Praxis funktioniert. Jede Station steht dabei für die eigene Handschrift der Region – so vielfältig wie Niederösterreich selbst.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, zuständig für LEADER im Bereich Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, hebt die Rolle der regionalen Akteure hervor: „Der Erfolg der LEADER-Projekte spricht für sich. Mein besonderer Dank gilt allen Projektträgerinnen und Projektträgern, die mit Mut, Engagement und Weitblick neue Wege für unsere Heimat beschreiten. Aus Liebe zum Land leisten sie einen entscheidenden Beitrag, damit unser ländlicher Raum auch künftig lebenswert und zukunftsfit bleibt.“

Die Tour bietet Einblicke in erfolgreiche Projekte, ermöglicht Austausch mit engagierten Akteurinnen und Akteuren und macht deutlich: Regionale Entwicklung passiert nicht irgendwo – sondern genau hier, gemeinsam vor Ort.

 

Weitere Termine #LEADERwirkt-Tour – 1. Halbjahr 2026

Waldviertler Wohlviertel
Mi, 15. April um 18:30 Uhr
Regionsabend zum Thema Innovation mit Univ.-Prof. Dr. Markus Hengstschläger
Ort: Mehrzweckhalle Irnfritz
Kontakt: DI Verena Manhart BSc BSc, manhart@wohlviertel.at

Weinviertel Ost
Mi, 29. April um 15:00 Uhr
Projektpräsentation: „Leerstand neu denken. Kellergassen beleben. Jugend einbinden.“
Ort: Poysdorf
Kontakt: DI Christine Filipp, MA, christine.filipp@weinviertelost.at

Südliches Waldviertel-Nibelungengau
Mi, 6. Mai um ca. 10 Uhr
Wanderkompetenzzentrum Waldviertel
Ort: Yspertal
Kontakt: DI Thomas Heindl, heindl@leaderregion.at

Marchfeld
Fr, 8. Mai um 11 Uhr
Genusstourismus Marchfeld, Marchfeldtag in Wien
Ort: Wien, Am Hof
Kontakt: Michaela Hnidek, m.hnidek@regionmarchfeld.at

Triestingtal
Fr, 12. Juni um 14 Uhr
Aktion zum Tag des Trinkwassers im Rahmen des LEADER Projektes Wasser=Leben
Ort: Altenmarkt an der Triesting
Kontakt: DI Anette Schawerda, schawerda@triestingtal.at

NÖ-Süd
Sa, 13. Juni, ab 14:00 Uhr
Kinderfest Naturpark Hohe Wand, ASAGAN Buchpräsentation, Steinbockkino, Schatz der Hohen Wand
Ort: Naturpark Hohe Wand
Kontakt: DI Martin Rohl, m.rohl@leader-noe-sued.at

Eisenstraße
Do, 18. Juni um 15.30 Uhr
Projektpräsentationen
Ort: Raum Wieselburg
Kontakt: Mag. Gudrun Hofbauer, management@eisenstrasse.info

Waldviertler Grenzland
Fr, 19. Juni um 18 Uhr
„Regionen Show“ im Schloss Weitra zum Thema „Moor erleben“ und thematisch verwandten Projekte
Ort: Schloss Weitra
Kontakt: Mag. Dr. Michaela Böhm-Loidolt, m.boehm-loidolt@waldviertlergrenzland.at

Thayaland
Sa, 11. Juli um 14 Uhr
Regionaler Bauernmarkt mit Willkommensfest für Neubürger:innen
Ort: Thaya
Kontakt: DI Kerstin Schmid, office@leader-thayaland.at




#LEADERwirkt – Video: Nachbarschaft, die Zukunft schafft – Zeitpolster

Vorschaubild zum Video LEADERwirkt für Zeitpolster

Die 19 LEADER-Regionen Niederösterreichs zeigen eindrucksvoll, wie aus regionalen Ideen konkrete Projekte entstehen – und was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam anpacken. Mit den #LEADERwirkt-Videos machen sie diese Wirkung sichtbar. In rund zwei Minuten zeigen die Videos prägnant, warum ein Projekt wichtig ist und welchen Nutzen es für Gemeinden und Regionen bringt.

Ein besonders wirkungsvolles Beispiel aus der LEADER-Region Kamptal+ ist das Projekt „Zeitpolster“, das sich dem Thema Nachbarschaftshilfe widmet. Zeitpolster bringt Menschen zusammen, die Unterstützung brauchen, und jene, die helfen möchten. Das Prinzip ist einfach: Wer hilft, sammelt Zeitguthaben, das später selbst eingelöst werden kann. Wer Unterstützung benötigt, zahlt einen kleinen finanziellen Beitrag pro Stunde. So entsteht ein solidarisches, faires System, das im Alltag gut funktioniert.

Im Mittelpunkt stehen lokale Zeitpolster-Teams, die als Schnittstelle zwischen Helfenden und Hilfesuchenden agieren. Sie koordinieren Einsätze und sorgen dafür, dass Unterstützung rasch und unkompliziert dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

Zwischen Juli 2024 und Dezember 2025 wurden drei Teams mit jeweils drei bis vier engagierten Ehrenamtlichen aufgebaut – in Grafenegg Umgebung, Langenlois sowie im Raum Gföhl–Jaidhof. Damit ist Zeitpolster nun im Kamp- und Kremstal sowie im Großraum Gföhl fest verankert und stärkt den regionalen Zusammenhalt.

Projektleiterin Shurga Schrammel betont: „Zeitpolster zeigt, wie viel Kraft in einer Gemeinschaft steckt. Viele Menschen möchten helfen, wissen aber nicht wie. Wir schaffen die Struktur, damit aus Hilfsbereitschaft konkrete Unterstützung wird.“

Unterstützt werden ältere Menschen im Alltag, Familien in herausfordernden Situationen oder Personen, die nach Krankheit oder Unfall vorübergehend Hilfe benötigen. Oft sind es kleine Handgriffe, die große Wirkung zeigen.

Der Aufbau der Teams wurde durch eine 70%ige LEADER-Förderung ermöglicht. LAbg. Josef Edlinger, Obmann der LEADER-Region Kamptal+, unterstreicht die Bedeutung: „Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Veränderungen braucht es neue Formen der gegenseitigen Unterstützung. Zeitpolster ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie regionale Zusammenarbeit konkret und wirksam umgesetzt werden kann.“

LEADER wirkt – weil Regionen selbst gestalten.
Die LEADER-Methode setzt darauf, dass Regionen ihre Herausforderungen selbst erkennen und gemeinsam Lösungen entwickeln. Ideen entstehen vor Ort, werden partnerschaftlich weiterentwickelt und von den LEADER-Teams von der ersten Idee bis zur Umsetzung begleitet. Unterstützt durch EU, Bund und Land entstehen so Projekte, die nachhaltig wirken und genau auf regionale Bedürfnisse abgestimmt sind.

Mit dem erfolgreichen Aufbau der Zeitpolster-Teams wurde ein wichtiger Grundstein gelegt: für mehr Zusammenhalt, mehr gegenseitige Unterstützung und Gemeinden, in denen Nachbarschaft wieder aktiv gelebt wird.

#LEADERwirkt – Video:

Kontakt Zeitpolster Grafenegg-Umgebung: team.grafenegg-umgebung@zeitpolster.com, 0664/8848792

Kontakt Zeitpolster Langenlois: team.langenlois@zeitpolster.com; 0664/8872 0775

Kontakt Zeitpolster Gföhl/Jaidhof: team.zwettl@zeitpolster.com; 0664/8848 7935

Allgemeine Informationen und Anmeldung: www.zeitpolster.com

 




LEADER-Region Kamptal+: 60 Gemeindevertreter:innen setzen starke Zukunftsimpulse

LEADER-Kamptal+: Gruppenfoto bei der Generalversammlung

Rund 60 Bürgermeister:innen, Vizebürgermeister:innen und Gemeinderät:innen aus der LEADER-Region Kamptal+ trafen sich Mitte März im working space 4.0 in Gars am Kamp zur Generalversammlung. Die Region präsentierte eine beeindruckende Bilanz, neue Projektideen und klare Schwerpunkte für die kommenden Jahre.

Vizebürgermeisterin Pauline Uitz begrüßte die Gäste und stellte die Marktgemeinde Gars vor. Anschließend präsentierte Mag. Werner Groiß den innovativen working space 4.0 als modernes Zentrum für Arbeiten, Vernetzen und regionale Entwicklung.

Starke Bilanz und neue Impulse

Die LEADER-Region hat bisher 23 Projekte befürwortet und damit 55 % der verfügbaren Fördermittel ausgeschöpft. In Summe wurden 1,6 Mio. Euro an Projektkosten bewegt, mit einer durchschnittlichen Förderquote von 60 %.

Die präsentierten Projekte reichten von Tourismus- und Wirtschaftsinitiativen über Nahversorgung und Freizeitangebote bis hin zu Klima- und Naturschutzmaßnahmen. Besonders hervorgehoben wurden u. a. das Besucherzentrum „Herz des Waldviertels“, die Wirtschaftsinitiative „Wirtschaft Langenlois“, Nahversorgungsprojekte, Motorikparks sowie neue Impulse für die offene Jugendarbeit in sechs Gemeinden.

Obmann Josef Edlinger betonte die Bedeutung dieses Schwerpunkts: „Unsere Jugendlichen brauchen Räume, Angebote und Menschen, die sie begleiten. Mit diesem Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für eine Region, die junge Menschen ernst nimmt und ihnen Perspektiven bietet.“

Auch Bürgermeister Andreas Pichler unterstrich den Mehrwert: „Die Gemeinden können alleine vieles leisten – gemeinsam aber erreichen wir eine völlig neue Qualität. Die professionelle Jugendarbeit stärkt nicht nur junge Menschen, sondern auch das Miteinander in unseren Orten.“

 

Neue Themen: Schutzgebiete & Digitalisierung

Zwei Zukunftsthemen standen im Mittelpunkt:

1. Schutzgebietsmanagement Kamp- und Kremstal

Mag. Gabriele Pfundner und Mag. Barbara Thurner präsentierten Aufgaben, Ziele und aktuelle Projekte im Europaschutzgebiet. Die Region umfasst rund 29.000 Hektar und beherbergt 21 wertvolle Lebensraumtypen. Exkursionen, Pflegeeinsätze und Bewusstseinsarbeit stehen 2026 im Fokus.

 

2. Digitalisierung für Gemeinden

Christian Haider, Leiter der Stabstelle Innovation, stellte die Digitalisierungsangebote der Dorf- & Stadterneuerung vor – vom „Digi-Kompass“ zur Standortbestimmung bis zur „Digi-Schmiede“ für vertiefende Prozessbegleitung. Ziel ist es, Gemeinden fit für digitale Verwaltung, moderne Kommunikation und effiziente interne Abläufe zu machen.

 

Einstimmige Beschlüsse und Ausblick

Die Generalversammlung verabschiedete einstimmig den Jahresabschluss 2025 sowie das Budget 2026. Bis Mitte 2027 folgen weitere Projektaufrufe – unter anderem zu klimafitten Ortszentren, Freizeitwegen, digitaler Gemeindekommunikation und innovativen Beherbergungsformen.

Die LEADER-Region Kamptal+ zeigt damit eindrucksvoll, wie regionale Zusammenarbeit, Innovationskraft und Engagement die Zukunft des ländlichen Raums gestalten.

 

Foto vlnr: Birgit Hainböck (LEADEr Region-Kamptal+), Vizebgm. Langenlois Ing. Leopold Groiß, ÖkR Maria Forstner (Dort- & Stadterneuerung), Mag. Werner Groiß (working space 4.0), Danja Mlinaritsch (GF LEADER-Region Kamptal+), LEADER-Obmann LAbg. Josef Edlinger, Vizebgm. Gars Pauline Uitz, Vizebgm. Gedersdorf Erich Berger, Mag. Barbara Thurner (Schutzgebietsmanagement Kremstal), Bgm. Lichtenau Andreas Pichler, Mag. Gabriele Pfundner (Schutzgebietsmanagement Kamptal), Christian Haider, MA (Dorf- und Stadterneuerung)

Fotorechte: LEADER-Region Kamptal+




#LEADERwirkt – Starke Ideen, starke Region: LEADER als Motor für das Waldviertel

Pressefoto 1. Stopp #LEADERwirkt Tour

Wie stark LEADER das östliche Waldviertel prägt, wurde beim 1. Stopp der #LEADERwirkt-Tour der LEADER-Region Kamptal+ in Gföhl deutlich. Landesrat Anton Kasser, in Vertretung von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, zog gemeinsam mit regionalen Vertreterinnen und Vertretern Bilanz über fast 30 Jahre Regionalentwicklung.

 

Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Seit dem Start der LEADER-Initiative 1997 wurden 620 Projekte umgesetzt – vom Tourismus über Wirtschaft bis hin zu sozialen Initiativen. Insgesamt 20 Millionen Euro Fördermittel von EU, Bund und Land flossen dadurch in die Region.

„LEADER ist weit mehr als eine Förderung – es ist ein echter Entwicklungsmotor für den ländlichen Raum“, betont Kasser. Hier entstehen Ideen nicht am Reißbrett, sondern direkt bei den Menschen. Genau das macht diese Projekte so nachhaltig und erfolgreich.“

LAbg. Josef Edlinger, LEADER-Obmann, unterstreicht die Bedeutung: „LEADER zeigt eindrucksvoll, wie viel Kraft in regionalen Ideen steckt. Wenn engagierte Menschen Unterstützung erhalten, entstehen nachhaltige Projekte für Wirtschaft, Lebensqualität und Zusammenhalt.“

 

Breite Wirkung – von Wirtschaft bis Zusammenhalt

Die Projekte zeigen, wie vielseitig LEADER wirkt:

Im Tourismus und in der Freizeit sorgen Initiativen wie die VOLT-Radrunde oder Themenwege für mehr Gäste und zusätzliche Wertschöpfung.

Wirtschaft und Nahversorgung werden durch Projekte wie „Unser Laden“ oder betriebliche Netzwerke gestärkt – mit kurzen Wegen und neuen Chancen für regionale Produzentinnen und Produzenten.

Gleichzeitig investiert die Region in Lebensqualität und Zusammenhalt:
Jugendarbeit, Bewegungsangebote wie Funcourts sowie Initiativen wie Zeitpolster oder NachbarschaftsKultur stärken das Miteinander und unterstützen Menschen im Alltag.

Auch innovative Projekte wie der „Unsichtbare Garten“ oder das geplante Besucherzentrum in Allentsteig setzen neue Impulse für Bildung und Bewusstseinsbildung.

 

Entscheidungen in der Region

Pressefoto #LEADERwirkt Tour

Josef Edlinger, Obmann der LEADER-Region Kamptal, Karl Elsigan, Bürgermeister Schwarzenau, Danja Mlinaritsch, Geschäftsführerin LEADER-Region Kamptal, und Landesrat Anton Kasser.

Ein Erfolgsrezept von LEADER liegt in seiner Struktur:
Die Ideen entstehen direkt bei den Menschen vor Ort.

„LEADER-Projekte wachsen dort, wo das Wissen über die Region am größten ist – bei den Bürgerinnen und Bürgern“, erklärt Edlinger. „Ein regionales Gremium bewertet die Projekte. So entscheiden Menschen aus der Region, welche Ideen wirklich einen Mehrwert für unsere Heimat bringen.“

LR Kasser ergänzt deutlich: „Jeder Euro, der hier investiert wird, löst zusätzliche Entwicklung aus. LEADER bringt nicht nur Geld in die Region – es bringt Bewegung, Innovation und Zukunft.“

Motor für die Zukunft

Die LEADER-Region Kamptal+ umfasst 25 Gemeinden in den Bezirken Krems-Land, Horn und Zwettl. Die Schwerpunkte reichen von klimafreundlichem Tourismus über Digitalisierung bis hin zu Klimaschutz und gesellschaftlichem Zusammenhalt.

Für Edlinger ist die Richtung klar: „620 Projekte zeigen, wie viel Innovationskraft in unserer Region steckt. LEADER wirkt – und das soll auch in Zukunft so bleiben.“

 

#LEADERwirkt-Tour

Die 19 LEADER-Regionen Niederösterreichs zeigen, wie aus regionalen Ideen konkrete Projekte entstehen – und was möglich ist, wenn Menschen gemeinsam anpacken und ihre Region aktiv gestalten. Mit der #LEADERwirkt-Tour 2026 machen sie diese Wirkung sichtbar: Von März bis November laden 19 Termine dazu ein, erfolgreiche Projekte und gelebte regionale Entwicklung hautnah zu erleben.

 

Beitragsbild:
Vlnr: Andreas Pichler, Bürgermeister Lichtenau, Josef Edlinger, Obmann der LEADER-Region Kamptal, Marion Gotthard, Amt der NÖ Landesregierung, Margit Steinmetz, Geschäftsführende Gemeinderätin in Stratzing, Danja Mlinaritsch, Geschäftsführerin LEADER-Region Kamptal, Franz Aschauer, Bürgermeister Jaidhof, und Landesrat Anton Kasser
Fotorechte © NLK Filzwieser




Kellergassen bewahren: So wird Ihr Kulturerbe fit für die Zukunft

Gruppenfoto der Veranstaltung Kellergassen im Fokus

Mitte März lud die LEADER-Region Kamptal+ gemeinsam mit der Gemeinde Rohrendorf zum Vortrag „Kellergassen im Fokus“ ein. Im Zentrum stand die Frage: Was tun mit einem geerbten oder neu erworbenen Weinkeller?

Kellergassen prägen das kulturelle Gesicht unserer Gemeinden und sind ein wichtiger Teil regionaler Identität. Gleichzeitig stehen viele Presshäuser leer oder drohen zu verfallen. Die Veranstaltung hatte das Ziel, Eigentümerinnen und Eigentümer fachlich zu unterstützen und das Bewusstsein für eine qualitätsvolle Erhaltung, Sanierung und sinnvolle Nutzung zu stärken.

Mit Hubert Feigelstorfer, Architekt und Kellergassen-Bauberater, sowie Michael Staribacher vom Kellergassenmanagement Niederösterreich standen zwei Experten zur Verfügung, die praxisnahes Wissen vermittelten – von rechtlichen Grundlagen über materialgerechtes Bauen und typische Sanierungsfehler bis hin zu Fördermöglichkeiten des Landes Niederösterreich. Staribacher wies dabei darauf hin: „Es ist wichtig, dass auch die rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Nutzung und Sanierung eingehalten werden. Dies sollte schon bei der Planung eines Umbaus beachtet werden.“

Auch die lokalen Vertreter betonten die Bedeutung der Initiative. Bürgermeister Ing. Gerhard Tastl lobte: „Wir sind stolz, hier in Rohrendorf die längste Kellergasse Österreichs zu haben. Veranstaltungen wie diese und die Unterstützung der Bürger sind wichtig, damit wir sie erhalten können.“ Und LEADER-Obmann LAbg. Josef Edlinger ergänzte: „Besonders in einer Weinbauregion ist es entscheidend, die Chancen und Grenzen bei der Nachnutzung von Kellern zu kennen. Fördermöglichkeiten vom Land Niederösterreich unterstützen dabei die Sanierung und Erhaltung.“

Die Teilnehmenden konnten eigene Projekte einbringen. Ein Gast berichtete: „Ich habe einen alten Weinkeller geerbt. Dank des Vortrages weiß ich jetzt, worauf ich bei der Sanierung achten muss.“

Der Vortrag ist Teil der Initiative „Sensibilisierung Kulturgut Kellergasse“, die von LEADER-Regionen im Weinviertel, Kamp- und Kremstal gemeinsam mit dem Kellergassenmanagement Niederösterreich, der Dorf- & Stadterneuerung sowie dem Fachbereich Baukultur des Landes Niederösterreich umgesetzt wird. Ziel ist es, praxisnahe Informationen zu vermitteln, individuelle Fragen zu beantworten und den nachhaltigen Umgang mit diesem einzigartigen Kulturerbe zu fördern.

 

Allgemeine Informationen:

1_Das Kellergassenmanagement Niederösterreich ist eine kompetente Anlaufstelle für alle Fragen rund um Presshäuser und Kellergassen: https://www.kellergassenmanagement.at/erhaltung/

2_Unter folgendem Link finden Sie Video-Tutorials zur fachgerechten Sanierung von Kellern und Presshäusern:
https://www.noe-baukulturerbe.at/video-tutorials-fachgerechte-sanierung-kellergassen/

3_Sanierungs-Förderung: eine Förderung ist nur für Presshäuser in einer „Schutzzonen Kellergasse“ möglich. Eine erste Schutzzone wird derzeit in der Gemeinde Grafenegg erarbeitet. https://www.noe.gv.at/noe/Sanieren-Renovieren/Foerderung_fuer_die_Sanierung_von_Presshaeusern.html

4_Folder, Flyer, Handbuch zum downloaden: https://www.kellergassenmanagement.at/service-faq/infomaterial/

5_BuchTipp „Zukunft Kellergassen“ von Helmut Leierer: https://www.kellergassenmanagement.at/erhaltung/buch-zukunft-kellergassen-2/

 

Fotorechte: Gemeinde Rohrendorf
Vlnr: Christian Krappel (Kellergassenführer Rohrendorf), Ing. Michael Staribacher (Kellergassenmanagment NÖ), Vizebgm. Josef Stummer, Danja Mlinaritsch, Gf GR DI Christian Kronberger, Bgm. Ing. Gerhard Tastl




Offene Jugendarbeit in sechs Gemeinden – engagierte Fachkräfte gesucht

Offene Jugendgemeinden - Bald geht's los

Die sechs Waldviertler Gemeinden Allentsteig, Gföhl, Jaidhof, Lichtenau, Rastenfeld und Schwarzenau setzen ein starkes Zeichen für ihre Jugend.

Der Verein KidsZone+More wurde beauftragt, in den kommenden eineinhalb Jahren die offene Jugendarbeit in diesen Gemeinden aufzubauen und nachhaltig zu etablieren.

Damit dieses Vorhaben gelingt, werden derzeit motivierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit gesucht.

Ihre Aufgabenbereiche

  • Aufsuchende Jugendarbeit (z. B. bei Treffpunkten wie Skateparks, entlang von ÖBB-Strecken sowie in sozialen Medien)
  • Einzelfallhilfe und individuelle Begleitung von Jugendlichen
  • Betreuung der offenen Jugendtreffs
  • Konzeption und Durchführung von Gruppenangeboten (z. B. Schulworkshops, Sport- und Musikturniere)
  • Gemeinwesenarbeit
  • Netzwerkarbeit und Kooperation mit relevanten Institutionen

Haben Sie Interesse, junge Menschen zu begleiten und aktiv am Aufbau der Jugendarbeit mitzuwirken?

Dann freut sich der Verein KidsZone+More auf Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Foto.

Bitte senden Sie Ihre Unterlagen ausschließlich per E-Mail an: office@jugendarbeit.at

Stelleninserat Offene Jugendarbeit




Kellergassen im Fokus: Keller geerbt – und jetzt?

Vorschaubild zum Infoabend

Was tun mit einem geerbten oder neu erworbenen Weinkeller? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Vortrags „Kellergassen im Fokus“, zu der die LEADER-Region Kamptal+ und die Gemeinde Rohrendorf einladen.

Kellergassen sind ein prägendes Kulturgut unserer Gemeinden und ein wichtiger Teil regionaler Identität. Gleichzeitig stehen viele Presshäuser leer oder sind vom Verfall bedroht. Ziel der Veranstaltung ist es, Eigentümerinnen und Eigentümer fachlich zu unterstützen und das Bewusstsein für eine qualitätsvolle Erhaltung, Sanierung und sinnvolle Nutzung zu stärken.

Mit Hubert Feigelstorfer, Architekt und Kellergassen-Bauberater, sowie Michael Staribacher vom Kellergassenmanagement Niederösterreich stehen zwei ausgewiesene Experten zur Verfügung. Sie vermitteln praxisnahes Wissen – von rechtlichen Grundlagen über materialgerechtes Bauen und typische Sanierungsfehler bis hin zu Fördermöglichkeiten des Landes Niederösterreich. Auch individuelle Fragen zu konkreten Vorhaben können eingebracht werden.

„Unser Ziel ist es, Interessierten ein solides Basiswissen mitzugeben, damit sie gut vorbereitet in ihre Planungen und Projekte starten können“, betont LAbg. Josef Edlinger, Obmann der LEADER-Region Kamptal+.

 

WANN: Dienstag, 17. März 2026, 18.30 Uhr

WO: Veltlinersaal, Obere Hauptstraße 6, 3495 Rohrendorf

KOSTEN: Vortrag ist kostenfrei.

ANMELDUNG erforderlich bis Di., 10. März: office@leader-kamptal.at; 0664/3915751

Einladung hier downloaden

 

Kompetente Ansprechstelle für Presshäuser und Kellergassen: Kellergassenmanagement Niederösterreich. https://www.kellergassenmanagement.at/erhaltung/

Auch Video-Tutorials zur fachgerechten Sanierung von Kellern und Presshäusern sind verfügbar:https://www.noe-baukulturerbe.at/video-tutorials-fachgerechte-sanierung-kellergassen/

Der Vortrag ist Teil der Initiative „Sensibilisierung Kulturgut Kellergasse“, die von LEADER-Regionen im Weinviertel, Kamp- und Kremstal gemeinsam mit dem Kellergassenmanagement NÖ, der Dorf- & Stadterneuerung sowie dem Fachbereich Baukultur des Landes Niederösterreich umgesetzt wird.




Kulturgut Kellergasse: Grafenegg setzt Zeichen für die Kellergasse Galgenberg

Gruppenfoto am Informationsabend für Kellerbesitzerinnen und Kellerbesitzer in Grafenegg

Großes Interesse bei Infoveranstaltung zur geplanten „Kellergassen-Schutzzone Galgenberg“

Großes Interesse und konstruktive Fragen: vor kurzem lud die Gemeinde Grafenegg zu einer Informationsveranstaltung zur geplanten Errichtung einer „Kellergassen-Schutzzone Galgenberg“ – und traf damit den Nerv der Zeit. Ziel der Schutzzone ist es, die kulturhistorisch wertvollen Presshäuser langfristig zu erhalten und das charakteristische Erscheinungsbild der Kellergasse vor Verunstaltungen zu schützen.

„Die Kellergasse ist weit mehr als eine Ansammlung einzelner Presshäuser“, betonte Bauhistoriker Oliver Fries gleich zu Beginn. „Ihr Wert liegt im homogenen Gesamtbild, in den vielen kleinen, oft unscheinbaren Details, die gemeinsam ein einzigartiges Ensemble bilden.“ In seinem Vortrag erläuterte Fries die historische Entwicklung der Kellergassen, ihre ursprünglichen Nutzungen sowie vergleichbare Beispiele aus anderen europäischen Regionen.

Allein in der Gemeinde Grafenegg gibt es vier Kellergassen. Niederösterreichweit sind es sogar über 1.100 Kellergassen mit rund 37.000 Presshäusern – ein einzigartiges Kulturgut, das die Identität ganzer Regionen prägt. Doch genau dieses Ensemble leidet zunehmend unter sogenannten „Bausünden“, die das historische Erscheinungsbild einzelner Kellergassen beeinträchtigen.

Hier setzt das Instrument der Schutzzone an. Doris Knoll, Amtssachverständige für Baukultur des Landes Niederösterreich, erklärte:
„Schutzzonen sind eine Möglichkeit des Substanzschutzes. Es geht darum, gewachsene Strukturen zu erhalten, zeitgemäße Nutzungen zu ermöglichen, den Abbruch historisch wertvoller Keller zu verhindern und unerwünschten Veränderungen entgegenzuwirken.“

Auch Martina Scherz, beauftragte Raumplanerin, hob den praktischen Nutzen hervor:
„Für die Kellergasse wird ein Bebauungsplan erarbeitet, der klar regelt, was künftig möglich ist. Dafür richten wir eine Arbeitsgruppe ein, in der Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde und der Kellerbesitzer gemeinsam gute und tragfähige Lösungen für die Kellergasse Galgenberg entwickeln.“

Dass es dabei nicht um Verbote, sondern um verantwortungsvolles Gestalten geht, betonte Bürgermeister Manfred Denk: „Es geht der Gemeinde nicht darum, etwas zu verhindern. Unser Ziel ist es, dieses Kulturgut zu bewahren und gleichzeitig gute, rechtlich verbindliche Grundlagen für zukünftige Bauanfragen zu schaffen. Bestimmte Nutzungen – etwa ein Hotel – seien aufgrund fehlender Infrastruktur in der Kellergasse kaum realistisch. „Wir wollen ermöglichen, was zur Kellergasse Galgenberg passt, und unpassende Verschandelungen verhindern. Deshalb haben wir uns bewusst für die Erarbeitung eines Schutzzonenkonzepts entschieden. Dieses Projekt hat Pilotcharakter und könnte später auch auf weitere Kellergassen ausgeweitet werden.“

Im März ist ein Workshop geplant, bei dem die zukünftigen Gestaltungsmerkmale und Bebauungsrichtlinien gemeinsam erarbeitet werden sollen, anschließend erfolgt die Begehung.

 

Was bedeutet eine Kellergassen-Schutzzone?

Ziele der Schutzzone:

  • Substanzschutz: Erhalt der gewachsenen Strukturen und des traditionellen Erscheinungsbildes, Vermeidung von Abbrüchen
  • Bebauungsrichtlinien: Klare Regeln für Sanierungen und bauliche Maßnahmen, etwa bei Photovoltaikanlagen
  • Rechtssicherheit: Festlegung der baulich zulässigen Maßnahmen durch Teilbebauungspläne

Für Kellerbesitzer bedeutet das:

  • Beratung und Unterstützung bei Sanierungsvorhaben
  • Ermöglichung einer sanften, historisch passenden Nutzung
  • Klar definierte, teilweise strengere Vorgaben für bauliche Veränderungen – zum Schutz dieses einzigartigen Kulturgutes

Mit der geplanten Kellergassen-Schutzzone setzt die Gemeinde Grafenegg ein starkes Zeichen für den bewussten Umgang mit Geschichte, Baukultur und regionaler Identität.

 

Gefördert wird das Projekt durch LEADER:

LAbg. Josef Edlinger, Obmann der LEADER-Region Kamptal+: „Die Kellergassen sind ein zentrales Element unserer regionalen Identität. Sie verbinden Baukultur, Geschichte und Lebensqualität. Initiativen wie die Kellergassen-Schutzzone Galgenberg zeigen, wie Gemeinden Verantwortung für dieses wertvolle Erbe übernehmen und es gleichzeitig für zukünftige Generationen sichern.“

Fotorechte: Günter Haidvogel

vlnr: Hermine Ploiner, Danja Mlinatisch (LEADER-Region Kamptal+), GGR Mag. Stefanie Haidvogel, Bgm. Ing. Manfred Denk, MBA (MG Grafenegg), DI Martina Scherz (Raumplanung im-plan-tat), DI Doris Knoll (Baudirektion NÖ LR), Oliver Fries, M.Sc MSc (Bauhistoriker), Michaela Kienast (Bauamt MG Grafenegg)