Heute helfen – morgen gut aufgehoben: Gföhl und Jaidhof werden Zeitpolster-Gemeinden

Gföhl & Jaidhof werden Zeitpolster Gemeinde.

Was als LEADER-Projekt gestartet ist, wird nun dauerhaft im Bezirk Krems-Land verankert: Gföhl und Jaidhof sind ab sofort offizielle Zeitpolster-Gemeinden. Damit stärken beide Gemeinden gezielt Nachbarschaftshilfe und soziale Vorsorge.

Zeitpolster organisiert Hilfe dort, wo sie gebraucht wird – einfach, verlässlich und auf Augenhöhe. Wer hilft, sammelt Zeitgutschriften, die später selbst genutzt werden können. Gerade in ländlichen Gemeinden bedeutet das mehr Sicherheit, mehr Zusammenhalt und mehr Lebensqualität.

„Zeitpolster ist ein Modell, das genau zu unserer Gemeinde passt“, betont Bürgermeister Ing. Franz Holzer (Gföhl). „Es stärkt das Miteinander und gibt Menschen die Gewissheit, dass Hilfe da ist, wenn sie gebraucht wird – heute genauso wie morgen.“

Die Entscheidung, Zeitpolster dauerhaft in den Gemeinden zu verankern, wurde bewusst und rasch getroffen. Auch Bürgermeister Franz Aschauer (Jaidhof) zeigt sich überzeugt: „Nachbarschaftshilfe war immer schon wichtig. Zeitpolster gibt ihr nun eine klare Struktur und Verlässlichkeit. Das macht es für viele Menschen leichter, Hilfe anzunehmen – und selbst aktiv zu werden.“

Die Unterstützung ist vielfältig: Sie reicht von Einkaufen und Arztfahrten über kleine Handgriffe im Haushalt bis hin zu Spaziergängen, Begleitung und Gesprächen. Jede helfende Person entscheidet selbst, wie viel Zeit sie geben möchte. Oft genügen schon wenige Stunden im Monat, um spürbar zu entlasten.

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, wie einfach das Modell funktioniert: Ernst begleitet Herrn K. regelmäßig beim Einkaufen und zu Arztterminen, weil dieser sich alleine nicht mehr sicher fühlt. Für die Hilfe wird ein Kostenbeitrag von 11 Euro pro Stunde bezahlt. Die geleisteten Stunden werden Ernst auf seinem Zeitpolster-Konto gutgeschrieben – für den Zeitpunkt, an dem er selbst Unterstützung braucht.

Mit dem Schritt zur Zeitpolster-Gemeinde setzen Gföhl und Jaidhof ein klares Zeichen:
für Vorsorge statt Sorge, für Zusammenhalt statt Alleinsein und für ein Miteinander, das heute hilft und morgen trägt.

👉 Sie brauchen Unterstützung?
👉 Sie möchten selbst helfen?
👉 Oder das Zeitpolster-Team in der Region verstärken?

Dann melden Sie sich – wir freuen uns!

team.zwettl@zeitpolster.com

Tel: +43 664 8848 7935

 

Fotorechte: Stadtgemeinde Gföhl

Am Foto vlnr: Vizebgm. Christoph Lechner, Elisabeth Wiesmüller (Teamleiterin Zwettl), Bgm. Franz Aschauer (Jaidhof), Ingrid Kocian Kern (Koordinatorin für Gföhl & Jaidhof), Bgm. Ing. Franz Holzer (Gföhl), Mag. Shurga Schrammel (Projektleiterin Zeitpolster)




Abwechslungsreicher Job in den Bereichen Buchhaltung & Admin für 8-10h gesucht?

Sind Sie auf der Suche nach einer sinnvollen und abwechslungsreichen Herausforderung?

Der Verein LEADER-Region Kamptal+ ist die zentrale Anlaufstelle für regionale Projekte in 25 Gemeinden des östlichen Waldviertels. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir eine engagierte und erfahrene Persönlichkeit für die Bereiche Buchhaltung, Administration und Projektmitarbeit (m/w/d).

Die Anstellung umfasst 8–10 Stunden pro Woche mit Beginn im Sept./Okt. 2026.

Der Arbeitsplatz befindet sich überwiegend im Büro in Langenlois, tageweise ist auch Homeoffice möglich.

 

Ihre Aufgabenbereiche:

Buchhaltung & Controlling – ca 40% der Tätigkeit

  • Einnahmen- und Ausgabenrechnung, Rechnungslegung, Controlling
  • Verbuchung der Rechnungen
  • Erstellung des Jahresabschlusses
  • Abrechnung und Dokumentation von Förderprojekten

Büroorganisation & Verwaltung – ca 40% der Tätigkeit

  • Organisation des Büroalltags: Termine, Angebotseinholung und Aufbereitung
  • Laufende Pflege der Adressdatenbanken
  • Vor- und Nachbereitung von Sitzungen inkl. Protokollführung
  • Unterstützung bei der Betreuung von Mitgliedern, Förderstellen und Projektpartner:innen
  • Organisation und Abwicklung von Veranstaltungen (Vorträge, Weiterbildungen, Feste etc.)
  • Durchführung von Massenaussendungen per E-Mail und Post

Projektarbeit & Förderungen – ca 20% der Tätigkeit

  • Mitarbeit bei der Entwicklung, Umsetzung und Evaluierung von Projekten der LEADER-Region
  • Unterstützung bei der Antragsstellung und Abrechnung von Projekten unterschiedlicher Förderwerber
  • Wirkungsmessung, Dokumentation und Erstellung von Projektberichten

 

Gehalt: € 2.500 brutto auf Basis von 40h

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Detaillierte Stellenbeschreibung




Vier zukunftsweisende Projekte beleben die LEADER-Region Kamptal+

Ende November fand die Projektauswahlsitzung der LEADER-Region Kamptal+ im serviceorientierten Seminarhotel Korngut in Niedergrünbach statt. 15 regionale Akteur:innen kamen zusammen, um die eingereichten Projekte zu diskutieren und zu bewerten. Aus dem vielfältigen Projektpool wurden vier Vorhaben befürwortet, die eindrucksvoll zeigen, wie breit gefächert die Themen in der Region sind – von Jugendarbeit über Kulturgut bis hin zu neuen touristischen Impulsen.

Folgende Projekte starten nun in die Umsetzung:

Professionelle Jugendarbeit in sechs Gemeinden
Die Gemeinden Gföhl, Jaidhof, Lichtenau, Rastenfeld, Schwarzenau und Allentsteig starten gemeinsam den Aufbau einer professionellen Jugendarbeit. Mit Profis werden neue Freizeit-, Beteiligungs- und Beratungsangebote für Jugendliche geschaffen.

Kellergassen-Schutzzonenkonzept Grafenegg
Für die historische Kellergasse Galgenberg wird ein Schutzzonenkonzept erarbeitet, das den langfristigen Erhalt der charakteristischen Bausubstanz sichert und gleichzeitig eine zeitgemäße Nutzung ermöglicht.

Donauradweg 3.0
Der Donauradweg wird weiterentwickelt: Neue Infostationen, Rastplätze und zusätzliche Vernetzungsangebote im Umland sollen das touristische Potenzial des Radwegs und der gesamten Region noch stärker zur Geltung bringen.

Inhaltliches Konzept für das Besucherzentrum „Herz des Waldviertels“
Die Verantwortlichen der Region „Herz des Waldviertels“ erarbeiten mit Expertinnen und Experten verschiedener Fachbereiche ein Grundkonzept für ein regionales Besucherzentrum, das Geschichte, Natur und gesellschaftliche Entwicklungen der Region erlebbar machen soll. Dieses Konzept bildet die Basis für die nächsten Planungsschritte.

LAbg. Josef Edlinger: „Diese vier Projekte bringen frischen Wind in die Region und stärken unsere sozialen, kulturellen und touristischen Strukturen. Sie schaffen neue Perspektiven für junge Menschen, sichern wertvolles Kulturgut und werten touristische Anziehungspunkte weiter auf. Für die Bewohnerinnen und Bewohner bedeutet das ein erweitertes regionales Angebot – und damit mehr Lebensqualität.“

 

Foto: Projektauswahlgremium in Krongut in Niedergrünbach
Danja Mlinaritsch, Gernot Hainzl, Bgm. Andreas Pichler, Bgm. Karl Elsigan, Vzbgm. Erich Berger, Vzbgm. Dkkff. Gabriale Gaukel, Dipl.-Ing. Manuela Göll, Bianca Erlinger, BA, LAbg. Josef Edlinger, Vzbgm. Karin Pregesbauer, OkR Maria Forstner, MMag. Andrea Kaufmann, Vzbgm. Sandra Warnung, Mag Martin Polleroß
Fotorechte: LEADER-Region Kamptal+




LEADER wirkt in Niederösterreich – Regionen zeigen Stärke und gestalten Zukunft

LEADER wirkt in NÖ, das betont LHstv. Pernkopf bei einem Arbeitstreffen.

Wie lebendig regionale Entwicklung in Niederösterreich funktioniert, zeigte das kürzliche Arbeitstreffen in der Gartenbauschule Langenlois. LH-Stv. Stephan Pernkopf hatte die Vertreter:innen aller 19 LEADER-Regionen geladen, um gemeinsam Bilanz zu ziehen, Herausforderungen zu besprechen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Bereits zu Beginn betonte Pernkopf die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit:
„Ich bedanke mich bei allen Akteurinnen und Akteuren – besonders bei den Ehrenamtlichen. LEADER greift die Bedürfnisse der Regionen auf, stärkt Gemeinden und bringt Projekte auf den Boden, die wirtschaftlich wie sozial Wirkung zeigen.“

 

LEADER 23–27: Praxiswissen aus den Regionen 

Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen aus der laufenden Periode. Erkenntnisse aus den Regionen, ein Blick in andere Bundesländer sowie Beiträge aus Verwaltung und Förderstellen machten deutlich, dass LEADER nicht nur ein Förderprogramm ist, sondern ein regionaler Motor. Vertreter von ecoplus, AMA (Agrar Markt Austria) und der LEADER verantwortlichen Landesstelle unterstrichen: Je näher Projekte an Menschen und realen Bedarfen entstehen, desto nachhaltiger wirken sie.

 

Was LEADER möglich macht – greifbare Wirkung im Alltag

Wie vielfältig regionale Impulse sein können, zeigte das Projekt „Der Unsichtbare Garten“, das zu Beginn des Treffens gemeinsam besichtigt wurde. Der innovative, multisensorische Garten macht die „unsichtbaren Höchstleistungen“ der Natur erlebbar. Begleitet von Ella, der kleinen Kugelspringerin, entdecken Besucher:innen den vielfältigen Garten der Gartenbauschule Langenlois und erhalten Antworten auf Fragen wie: „Warum ist es unter Bäumen kühler?“ oder „Wie entsteht eine Trockensteinmauer – und welchen Nutzen hat sie?“

Ein Projekt, das bereits weit über die Region hinaus als Best-Practice wahrgenommen wird. Solche Initiativen zeigen beispielhaft, wie LEADER wirkt: Orte entwickeln sich weiter, neue Zielgruppen werden angesprochen und regionale Identität sowie Teilhabe werden sichtbar gestärkt. Darüber hinaus wurden Projekte aus Zentrumsentwicklung, Jugendpartizipation, Nachbarschaftshilfe und Klimaanpassung vorgestellt – allesamt Belege dafür, wie breit LEADER in Niederösterreich wirkt.

 

Stimme aus dem Landtag: Projekte von Menschen für Menschen

LAbg. Josef Edlinger betonte, warum LEADER in Niederösterreich so erfolgreich ist:
LEADER-Projekte entstehen dort, wo die Ideen wachsen – in der Bevölkerung. Ein regionales Gremium bewertet die Vorhaben, und nur die Menschen vor Ort können wirklich einschätzen, welchen Wert ein Projekt für ihre Region hat. Das gibt uns die Kraft, uns von innen heraus weiterzuentwickeln und auf unseren eigenen Stärken aufzubauen.“
Sein Fazit ist klar: „LEADER wirkt – und das soll auch in Zukunft so bleiben.

 

Ausblick auf LEADER 2028+: Gemeinsam weiterdenken

Der Blick in die nächste Förderperiode zeigt: Die Regionen wollen den erfolgreichen Weg fortsetzen – mit mehr Flexibilität, administrativen Vereinfachungen und klaren thematischen Schwerpunkten wie Zentrumsentwicklung, Klimawandelanpassung, Jugend, Daseinsvorsorge und Digitalisierung.

 

Zum Abschluss unterstrich LH-Stv. Stephan Pernkopf noch einmal die Bedeutung des Programms:
LEADER ist ein Garant dafür, dass gute Ideen ihren Weg in die Umsetzung finden. Denn die Menschen vor Ort wissen am besten, was ihre Region braucht. LEADER bietet regionale Lösungen für regionale Herausforderungen.

 

Fotorechte: NLK Burckhart

Vlnr: LAbg. Josef Edlinger (Obmann LEADER-Kamptal+), LHStv. Stephan Pernkopf, Danja Mlinaritsch (GF LEADER-Kamptal+)

 

 




Schwarzenau lebt Nachbarschaft – Zeitpolster bringt frischen Wind ins Miteinander

„Heute helfe ich – morgen wird mir geholfen!“
Unter dem Motto „Heute helfe ich – morgen wird mir geholfen“ lud die Marktgemeinde Schwarzenau kürzlich zur Infoveranstaltung „Zeitpolster – Netzwerk für Vorsorge und Betreuung“ ins Gemeindezentrum ein. Etliche Interessierte nutzten die Gelegenheit, sich über diese moderne Form der organisierten Nachbarschaftshilfe zu informieren.

Zeitpolster – Hilfe, die sich auszahlt
Das innovative Vorsorgemodell Zeitpolster basiert auf gelebtem Miteinander: Menschen unterstützen einander im Alltag – beim Einkaufen, bei Arztbesuchen, in der Kinderbetreuung oder einfach mit einem offenen Ohr. Für jede geleistete Hilfestunde wird ein Zeitguthaben gutgeschrieben, das später eingelöst werden kann, wenn man selbst Hilfe braucht. Der Stundensatz beträgt 11 Euro. So entsteht ein soziales Netzwerk, das Angehörige entlastet und Gemeinschaft stärkt.

Ein Abend voller Impulse
Projektkoordinatorin Mag. Shurga Schrammel zeigte in ihrem Vortrag, wie einfach Mitmachen ist – und wie viel Freude es bereitet, anderen zu helfen. „Wir suchen keine Superheld:innen, sondern Menschen mit Herz und ein bisschen Zeit“, betonte sie. Aktuell werden 3–4 Freiwillige gesucht, die beim Aufbau der Gruppe in Schwarzenau mitwirken möchten. Auch Personen, die künftig Unterstützung wünschen – etwa für Arztfahrten, Plauderstunden oder kleine Hilfen im Alltag – sind herzlich eingeladen, sich zu melden.

Gemeinsam stärker
Ziel ist es, in Schwarzenau und Umgebung eine eigene Zeitpolster-Gruppe zu gründen oder sich dem bestehenden Team Zwettl anzuschließen. Schon nach der Veranstaltung haben sich erste Interessierte gemeldet – die nächsten Schritte werden nun geplant.

Mitmachen leicht gemacht!
Sie möchten Teil der Zeitpolster-Gemeinschaft werden – als Helferin / Helfer oder als jemand, der Unterstützung sucht? Dann melden Sie sich bei der Gemeinde Schwarzenau oder direkt auf www.zeitpolster.com

E-Mail: team.zwettl@zeitpolster.com

LEADER Förderung

Im Rahmen eines geförderten LEADER-Projektes wird der Aufbau von Zeitpolster TEAMS finanziell unterstützt. Getragen und ermöglicht wird Zeitpolster jedoch von vielen engagierten Personen, die Nachbarschaftshilfe leben.

 

Fotorechte: Zeitpolster

Am Foto vlnr: Elisabeth Wiesmüller (Teamleiterin Zwettl), Mag. Shurga Schrammel, Helga Kargl (Dorferneuerung Schwarzenau), Reinhard Poppinger(Gemeinderat) und Irene Burgstaller MA (Gemeinderätin).




Neues Team, neue Ziele: ARGE Kleinregion Kamptal Süd startet durch

GRAFENEGG / KAMPTAL. Frischer Wind in der Kleinregion Kamptal Süd: Bei der ARGE-Versammlung am 13. Oktober 2025 im Rathaus Grafenegg wurde Bürgermeister Heinrich Becker (Hadersdorf) einstimmig zum neuen Sprecher gewählt. Ihm zur Seite steht Bürgermeister Martin Leuthner (Straß im Straßertale) als Stellvertreter. Neu im Team ist auch Manuela Hirzberger von der Dorf- & Stadterneuerung, die künftig die Betreuung der Kleinregion übernimmt.

Die sechs Mitgliedsgemeinden – Grafenegg, Hadersdorf-Kammern, Langenlois, Lengenfeld, Schönberg am Kamp und Straß im Straßertale – setzen künftig verstärkt auf Zusammenarbeit und Effizienz. Im Mittelpunkt stehen dabei Kooperationen der Bauhöfe und gemeinsame Digitalisierungs- und Weiterbildungsinitiativen.

„Unsere Bauhofleiter tauschen sich bereits regelmäßig aus – jetzt wollen wir prüfen, wie wir Geräte und Fahrzeuge künftig gemeinsam nutzen können, um Kosten zu sparen“, erklärt der neue ARGE-Sprecher Heinrich Becker.

Auch die Digitalisierung soll stärker in den Gemeindealltag einziehen: Geplant ist unter anderem eine Schulung zum Thema Künstliche Intelligenz in der Verwaltung, die Austausch und Vernetzung fördern soll.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2007 wird die Kleinregion Kamptal Süd von der Dorf- & Stadterneuerung und dem Land Niederösterreich unterstützt – als Plattform für gemeinsame Projekte, Austausch und Innovation im ländlichen Raum.

Die VertreterInnen der Gemeinden in der ARGE-Versammlung der Kleinregion Kamptal Süd.

V.l.n.r.: AL Anita Loimayer, GGR Wilfried Topf, BGM Wolfgang Ettenauer, VzBGM Karin Pregesbauer, BGM Alois Naber, GGR Günter Zaiser, ARGE-Sprecher-Stellvertreter BGM Martin Leuthner, AL Daniel Frey, ARGE-Sprecher BGM Heinrich Becker, AL Michael Pasching, BGM Manfred Denk, VzBGM Patrick Mayer, BGM Harald Leopold, VzBGM Leopold Groiß, Regionalberaterin Manuela Hirzberger, AL Gerhard Blauensteiner, GGR Andreas Schuster und StADir. Karl Brunner

© Fotocredit: Kleinregion Kamptal Süd




339 neue Obstbäume fürs Kamptal – Vielfalt, die Wurzeln schlägt!

LEADER-Region Kamptal+ setzt starkes Zeichen für Natur, Nachhaltigkeit und regionales Miteinander

339 neue Obstbäume wachsen ab sofort in der LEADER-Region Kamptal+ heran – gepflanzt von Menschen, die etwas für die Natur und ihre Heimat tun wollen. Die jährliche Pflanzaktion zeigt eindrucksvoll: Das Interesse an Streuobstwiesen ist ungebrochen!

Seit dem Projektstart vor zehn Jahren wächst die Begeisterung stetig – bei Landwirt:innen ebenso wie bei Privatpersonen. Sie pflanzen traditionelle Sorten wie Äpfel, Birnen, Kirschen oder Zwetschken und leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt und zum Landschaftsbild der Region.

„Jeder Baum ist ein Stück gelebte Nachhaltigkeit – und ein Geschenk an kommende Generationen“,
betont Josef Edlinger, Obmann der LEADER-Region Kamptal+.

Damit die Jungbäume gut gedeihen, bietet die LEADER-Region ab Februar wieder Schnitt- und Veredelungskurse an. Die Anmeldung dazu startet im Dezember. Besonders beliebt: der neue Steinobstkurs für Marillen, Kirschen und Zwetschken, der im August 2026 wieder stattfinden wird.

Die Pflanzaktion wurde von 6 NÖ LEADER-Regionen gemeinsam mit dem NÖ Landschaftsfonds umgesetzt, der die Bestellung der Bäume finanziell unterstützt. So wächst nicht nur neues Leben in den Regionen– sondern auch das Bewusstsein für eine nachhaltige, lebendige Kulturlandschaft.

Foto vlnr:  LAbg. Josef Edlinger, Ing. Franz Lumesberger (NÖ Langschaftsfonds), Karl Radinger, Franz Edlinger, Maria Haider (Projektleiterin Moststraße), Danja Mlinaritsch (Geschäftsführerin LEADER-Region Kamptal+), August Prüller, Hannes Schoberberger

Fotorechte: Moststrasse




Kulinarisches Finale im Schloss Haindorf: Waldviertler TischKultur verzauberte Gäste

WaldviertlerTischkultur in Schloss Haindorf

Vor wenigen Wochen fand im stimmungsvollen Hof von Schloss Haindorf in Langenlois das große Finale des Waldviertler Kultursommers statt. Unter dem Motto „Brutal lokal. Fest verwurzelt.“ luden Christian Ensbacher, Sternekoch Roland Huber (Esslokal) und 2-Haubenkoch Philipp Wimmer-Joannidis (Mo’s im Kaiser’s Hof) zu einem Abend voller regionaler Spitzenkulinarik.

Die Gäste erlebten ein raffiniertes Menü, das die Vielfalt und Qualität heimischer Produkte in den Mittelpunkt stellte – von Saibling in Mohnmiso über Karpfenpralinen bis hin zu süßen Bramburi-Kreationen. Begleitet wurde das Festmahl von edlen Kamptaler Weinen, Waldviertler Bier und feinen alkoholfreien Alternativen.

Für künstlerische Akzente sorgte die Kellnershow von ProntoPronto. Auch Tischkultur „made im Waldviertel“ – von Gläsern bis Stoffservietten – setzte ein starkes Zeichen für Handwerk und Regionalität.

„Das Waldviertel ist ein premium Land, ein wahrer Feinkostladen und damit vielleicht auch die Vorstufe zum Paradies!“, brachte es Tom Bauer auf den Punkt.

Nach diesem genussvollen Abschluss des Kultursommers dürfen sich Feinschmecker bereits auf die nächste Ausgabe der Waldviertler TischKultur 2026 freuen:

Fotocredit: Destination Waldviertel

Personen am Bild: v.l.n.r.: Gerry und Karl Gustav von ProntoPronto, Tom Bauer, Kirsten Hafner, Christian Ensbacher, Roland Huber, Philipp Wimmer-Joannidis, Wolfgang Schwarz, Christian Nastl




Gars lebt Nachbarschaft – Zeitpolster bringt frischen Wind ins Miteinander

Nachbarschaftshilfe NEU - Infoabend zu Zeitpolster in Gars am Kamp

„Heute helfe ich – morgen wird mir geholfen!“

Mit diesem einfachen, aber wirkungsvollen Prinzip lud die Marktgemeinde Gars kürzlich zur Infoveranstaltung „Zeitpolster – Netzwerk für Vorsorge und Betreuung“ ins Rathaus ein. Rund 20 Interessierte folgten der Einladung und informierten sich über diese moderne Form der organisierten Nachbarschaftshilfe.

Zeitpolster

ist ein innovatives Vorsorgemodell, das auf gelebtem Miteinander basiert: Menschen helfen einander im Alltag – sei es bei Arztbesuchen, beim Einkaufen, bei der Kinderbetreuung oder einfach mit einem offenen Ohr. Jede geleistete Stunde wird als Zeitguthaben gespeichert und kann später selbst genutzt werden.

„Wir suchen keine Superheld:innen – nur Menschen mit Herz und ein wenig Zeit“, betonte Mag. Shurga Schrammel, die das Projekt mit viel Engagement in der Region aufbaut. Ziel ist es, auch in Gars und Umgebung eine eigene Zeitpolster-Gruppe zu gründen.

Ein Abend voller Impulse

Nach der Begrüßung durch Vizebürgermeisterin Frau Uitz erläuterte Mag. Schrammel anschaulich, wie unkompliziert das Mitmachen ist – und wie viel Freude es bereitet, anderen zu helfen. Aktuell werden 3–4 Freiwillige gesucht, die beim Aufbau der Gruppe mitwirken. Auch Menschen, die künftig Unterstützung wünschen – etwa für Fahrten zum Arzt, zum Plaudern oder zum Kartenspielen – sind herzlich eingeladen, sich zu melden. „Zeitpolster bringt frischen Wind ins Miteinander – und macht’s einfach, Gutes zu tun“, fasste Frau Uitz den Abend treffend zusammen.

Und jetzt?

Nach der Veranstaltung haben sich bereits erste Interessierte gemeldet. In den kommenden Wochen werden persönliche Gespräche geführt, um die nächsten Schritte zu planen – darunter auch die Einschulung ins Zeitpolster-System.

Mitmachen leicht gemacht!

Sie möchten Teil der Zeitpolster-Gemeinschaft in Gars werden – als Helfer*in oder als jemand, der Unterstützung sucht? Dann melden Sie sich entweder direkt bei der Gemeinde oder direkt auf www.zeitpolster.com. Jede Stunde zählt – für Sie und für andere.

Die nächsten Infotermine

12.11.2025 um 18:30 Uhr – Seminarraum der FF Stratzing (im hinteren Teil des Gemeindegebäudes)

24.11.2025 um 18.30 Uhr – Stadtsaal Gföhl

Fotorechte: Marktgemeinde Gars

Am Foto vlnr: Sabine Steiner (Gemeindebedienstete), Frau Pauline Uitz (Vizebürgermeisterin), Frau Mag. Shurga Schrammel und Frau Elke Hofbauer (Gemeinderätin).

 




Unsichtbare Helden im Garten: Neues Schauprojekt in Langenlois eröffnet

Professionelles Foto von der gelungenen Eröffnung: Ulli Paur

LANGENLOIS. Wie viele Höchstleistungen in unseren Gärten Tag für Tag verborgen bleiben, zeigt ab sofort ein neues, interaktives Schauprojekt im Lehr- und Schaugarten der Gartenbauschule Langenlois. Unter dem Titel „Verborgene Höchstleistungen – das Wunderwerk Garten“ wurde der neue Themenweg Mitte Oktober 2025 feierlich eröffnet.

Schon beim „Weißen Eingang“ beginnt der Rundgang in eine faszinierende Welt des Fast-Unbemerkten. Begleitet von Ella, einem Insekt aus der Familie der Kugelspringer, entdecken Besucher:innen, was sich unter, über und zwischen den Pflanzen abspielt: vom scheinbar toten Holz, das voller Leben steckt, über die Wunder des Komposts, in dem fruchtbarer Humus entsteht, bis hin zu Dach- und Wandbegrünungen, in denen es von Mikroorganismen nur so wimmelt.

Auch Nebel- und Wasserkreisläufe, ein Zukunftswald mit Denkanstößen und das verzweigte Kommunikationsnetz der Baumwurzeln machen sichtbar, was normalerweise verborgen bleibt – und zeigen eindrucksvoll, wie vielfältig die Natur zum Funktionieren unseres Ökosystems beiträgt.

Direktor Andreas Kovac zeigte sich bei der Eröffnung begeistert: „Mit dem neuen Schauprojekt wurde der Schul- und Schaugarten der Gartenbauschule Langenlois um eine weitere Attraktion bereichert – und ist nun noch sehenswerter für Besucher:innen und Gartenliebhaber:innen. Ich danke allen, die zu diesem Vorzeigeprojekt beigetragen haben – allen voran dem Ideengeber Christian Kittenberger, Ausbildner Helmut Schiegl und seinen engagierten Schüler:innen, sowie dem gesamten Lehrpersonal. Ihr alle habt euch mit viel Herzblut eingebracht und das Ergebnis ist großartig“

Ermöglicht wurde das Projekt einerseits durch Eigenleistungen der Gartenbauschule, andererseits durch eine Förderung aus dem EU-Programm LEADER, das innovative Projekte im ländlichen Raum unterstützt.

LEADER-Obmann Josef Edlinger betonte bei der Eröffnung: „Dieses Projekt zeigt, wie spannend Umweltbildung sein kann – anschaulich, kreativ und mitten in der Natur. Genau solche Initiativen wollen wir mit LEADER fördern.“

Auch Danja Mlinaritsch, Geschäftsführerin der LEADER-Region Kamptal+, zeigte sich erfreut über die erfolgreiche Umsetzung: „Der ‚Unsichtbare Garten‘ ist ein echtes Vorzeigeprojekt für unsere Region. Wir sind stolz, dass wir mit LEADER dazu beitragen konnten, das Unsichtbare sichtbar zu machen.“