LEADER-Region Kamptal+: 60 Gemeindevertreter:innen setzen starke Zukunftsimpulse

LEADER-Kamptal+: Generalversammlung: Status Quo und 2 neue Themen

Rund 60 Bürgermeister:innen, Vizebürgermeister:innen und Gemeinderät:innen aus der LEADER-Region Kamptal+ trafen sich Mitte März im working space 4.0 in Gars am Kamp zur Generalversammlung. Die Region präsentierte eine beeindruckende Bilanz, neue Projektideen und klare Schwerpunkte für die kommenden Jahre.

Vizebürgermeisterin Pauline Uitz begrüßte die Gäste und stellte die Marktgemeinde Gars vor. Anschließend präsentierte Mag. Werner Groiß den innovativen working space 4.0 als modernes Zentrum für Arbeiten, Vernetzen und regionale Entwicklung.

Starke Bilanz und neue Impulse

Die LEADER-Region hat bisher 23 Projekte befürwortet und damit 55 % der verfügbaren Fördermittel ausgeschöpft. In Summe wurden 1,6 Mio. Euro an Projektkosten bewegt, mit einer durchschnittlichen Förderquote von 60 %.

Die präsentierten Projekte reichten von Tourismus- und Wirtschaftsinitiativen über Nahversorgung und Freizeitangebote bis hin zu Klima- und Naturschutzmaßnahmen. Besonders hervorgehoben wurden u. a. das Besucherzentrum „Herz des Waldviertels“, die Wirtschaftsinitiative „Wirtschaft Langenlois“, Nahversorgungsprojekte, Motorikparks sowie neue Impulse für die offene Jugendarbeit in sechs Gemeinden.

Obmann Josef Edlinger betonte die Bedeutung dieses Schwerpunkts: „Unsere Jugendlichen brauchen Räume, Angebote und Menschen, die sie begleiten. Mit diesem Projekt setzen wir ein starkes Zeichen für eine Region, die junge Menschen ernst nimmt und ihnen Perspektiven bietet.“

Auch Bürgermeister Andreas Pichler unterstrich den Mehrwert: „Die Gemeinden können alleine vieles leisten – gemeinsam aber erreichen wir eine völlig neue Qualität. Die professionelle Jugendarbeit stärkt nicht nur junge Menschen, sondern auch das Miteinander in unseren Orten.“

 

Neue Themen: Schutzgebiete & Digitalisierung

Zwei Zukunftsthemen standen im Mittelpunkt:

1. Schutzgebietsmanagement Kamp- und Kremstal

Mag. Gabriele Pfundner und Mag. Barbara Thurner präsentierten Aufgaben, Ziele und aktuelle Projekte im Europaschutzgebiet. Die Region umfasst rund 29.000 Hektar und beherbergt 21 wertvolle Lebensraumtypen. Exkursionen, Pflegeeinsätze und Bewusstseinsarbeit stehen 2026 im Fokus.

 

2. Digitalisierung für Gemeinden

Christian Haider, Leiter der Stabstelle Innovation, stellte die Digitalisierungsangebote der Dorf- & Stadterneuerung vor – vom „Digi-Kompass“ zur Standortbestimmung bis zur „Digi-Schmiede“ für vertiefende Prozessbegleitung. Ziel ist es, Gemeinden fit für digitale Verwaltung, moderne Kommunikation und effiziente interne Abläufe zu machen.

 

Einstimmige Beschlüsse und Ausblick

Die Generalversammlung verabschiedete einstimmig den Jahresabschluss 2025 sowie das Budget 2026. Bis Mitte 2027 folgen weitere Projektaufrufe – unter anderem zu klimafitten Ortszentren, Freizeitwegen, digitaler Gemeindekommunikation und innovativen Beherbergungsformen.

Die LEADER-Region Kamptal+ zeigt damit eindrucksvoll, wie regionale Zusammenarbeit, Innovationskraft und Engagement die Zukunft des ländlichen Raums gestalten.

 

Foto vlnr: Birgit Hainböck (LEADEr Region-Kamptal+), Vizebgm. Langenlois Ing. Leopold Groiß, ÖkR Maria Forstner (Dort- & Stadterneuerung), Mag. Werner Groiß (working space 4.0), Danja Mlinaritsch (GF LEADER-Region Kamptal+), LEADER-Obmann LAbg. Josef Edlinger, Vizebgm. Gars Pauline Uitz, Vizebgm. Gedersdorf Erich Berger, Mag. Barbara Thurner (Schutzgebietsmanagement Kremstal), Bgm. Lichtenau Andreas Pichler, Mag. Gabriele Pfundner (Schutzgebietsmanagement Kamptal), Christian Haider, MA (Dorf- und Stadterneuerung)

Fotorechte: LEADER-Region Kamptal+




Kellergassen bewahren: So wird Ihr Kulturerbe fit für die Zukunft

Veranstalter des Infoabends zum Thema Kellergassen erhalten, Presshäuser richtig sanieren

Mitte März lud die LEADER-Region Kamptal+ gemeinsam mit der Gemeinde Rohrendorf zum Vortrag „Kellergassen im Fokus“ ein. Im Zentrum stand die Frage: Was tun mit einem geerbten oder neu erworbenen Weinkeller?

Kellergassen prägen das kulturelle Gesicht unserer Gemeinden und sind ein wichtiger Teil regionaler Identität. Gleichzeitig stehen viele Presshäuser leer oder drohen zu verfallen. Die Veranstaltung hatte das Ziel, Eigentümerinnen und Eigentümer fachlich zu unterstützen und das Bewusstsein für eine qualitätsvolle Erhaltung, Sanierung und sinnvolle Nutzung zu stärken.

Mit Hubert Feigelstorfer, Architekt und Kellergassen-Bauberater, sowie Michael Staribacher vom Kellergassenmanagement Niederösterreich standen zwei Experten zur Verfügung, die praxisnahes Wissen vermittelten – von rechtlichen Grundlagen über materialgerechtes Bauen und typische Sanierungsfehler bis hin zu Fördermöglichkeiten des Landes Niederösterreich. Staribacher wies dabei darauf hin: „Es ist wichtig, dass auch die rechtlichen Rahmenbedingungen bei der Nutzung und Sanierung eingehalten werden. Dies sollte schon bei der Planung eines Umbaus beachtet werden.

Auch die lokalen Vertreter betonten die Bedeutung der Initiative. Bürgermeister Ing. Gerhard Tastl lobte: „Wir sind stolz, hier in Rohrendorf die längste Kellergasse Österreichs zu haben. Veranstaltungen wie diese und die Unterstützung der Bürger sind wichtig, damit wir sie erhalten können.“ Und LEADER-Obmann LAbg. Josef Edlinger ergänzte: „Besonders in einer Weinbauregion ist es entscheidend, die Chancen und Grenzen bei der Nachnutzung von Kellern zu kennen. Fördermöglichkeiten vom Land Niederösterreich unterstützen dabei die Sanierung und Erhaltung.“

Die Teilnehmenden konnten eigene Projekte einbringen. Ein Gast berichtete: „Ich habe einen alten Weinkeller geerbt. Dank des Vortrages weiß ich jetzt, worauf ich bei der Sanierung achten muss.

Der Vortrag ist Teil der Initiative „Sensibilisierung Kulturgut Kellergasse“, die von LEADER-Regionen im Weinviertel, Kamp- und Kremstal gemeinsam mit dem Kellergassenmanagement Niederösterreich, der Dorf- & Stadterneuerung sowie dem Fachbereich Baukultur des Landes Niederösterreich umgesetzt wird. Ziel ist es, praxisnahe Informationen zu vermitteln, individuelle Fragen zu beantworten und den nachhaltigen Umgang mit diesem einzigartigen Kulturerbe zu fördern.

 

Allgemeine Informationen:

1_Das Kellergassenmanagement Niederösterreich ist eine kompetente Anlaufstelle für alle Fragen rund um Presshäuser und Kellergassen: https://www.kellergassenmanagement.at/erhaltung/

2_Unter folgendem Link finden Sie Video-Tutorials zur fachgerechten Sanierung von Kellern und Presshäusern:
https://www.noe-baukulturerbe.at/video-tutorials-fachgerechte-sanierung-kellergassen/

3_Sanierungs-Förderung: eine Förderung ist nur für Presshäuser in einer „Schutzzonen Kellergasse“ möglich. Eine erste Schutzzone wird derzeit in der Gemeinde Grafenegg erarbeitet. https://www.noe.gv.at/noe/Sanieren-Renovieren/Foerderung_fuer_die_Sanierung_von_Presshaeusern.html

4_Folder, Flyer, Handbuch zum downloaden: https://www.kellergassenmanagement.at/service-faq/infomaterial/

5_BuchTipp „Zukunft Kellergassen“ von Helmut Leierer: https://www.kellergassenmanagement.at/erhaltung/buch-zukunft-kellergassen-2/

 

Fotorechte: Gemeinde Rohrendorf
Vlnr: Christian Krappel (Kellergassenführer Rohrendorf), Ing. Michael Staribacher (Kellergassenmanagment NÖ), Vizebgm. Josef Stummer, Danja Mlinaritsch, Gf GR DI Christian Kronberger, Bgm. Ing. Gerhard Tastl




Offene Jugendarbeit in sechs Gemeinden – engagierte Fachkräfte gesucht

Offene Jugendgemeinden - Bald geht's los

Die sechs Waldviertler Gemeinden Allentsteig, Gföhl, Jaidhof, Lichtenau, Rastenfeld und Schwarzenau setzen ein starkes Zeichen für ihre Jugend.

Der Verein KidsZone+More wurde beauftragt, in den kommenden eineinhalb Jahren die offene Jugendarbeit in diesen Gemeinden aufzubauen und nachhaltig zu etablieren.

Damit dieses Vorhaben gelingt, werden derzeit motivierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Voll- und Teilzeit gesucht.

Ihre Aufgabenbereiche

  • Aufsuchende Jugendarbeit (z. B. bei Treffpunkten wie Skateparks, entlang von ÖBB-Strecken sowie in sozialen Medien)
  • Einzelfallhilfe und individuelle Begleitung von Jugendlichen
  • Betreuung der offenen Jugendtreffs
  • Konzeption und Durchführung von Gruppenangeboten (z. B. Schulworkshops, Sport- und Musikturniere)
  • Gemeinwesenarbeit
  • Netzwerkarbeit und Kooperation mit relevanten Institutionen

Haben Sie Interesse, junge Menschen zu begleiten und aktiv am Aufbau der Jugendarbeit mitzuwirken?

Dann freut sich der Verein KidsZone+More auf Ihre aussagekräftige Bewerbung mit Foto.

Bitte senden Sie Ihre Unterlagen ausschließlich per E-Mail an: office@jugendarbeit.at

Stelleninserat Offene Jugendarbeit




Kellergassen im Fokus: Keller geerbt – und jetzt?

Infoabend nimmt Presshäuser in den Fokus

Was tun mit einem geerbten oder neu erworbenen Weinkeller? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Vortrags „Kellergassen im Fokus“, zu der die LEADER-Region Kamptal+ und die Gemeinde Rohrendorf einladen.

Kellergassen sind ein prägendes Kulturgut unserer Gemeinden und ein wichtiger Teil regionaler Identität. Gleichzeitig stehen viele Presshäuser leer oder sind vom Verfall bedroht. Ziel der Veranstaltung ist es, Eigentümerinnen und Eigentümer fachlich zu unterstützen und das Bewusstsein für eine qualitätsvolle Erhaltung, Sanierung und sinnvolle Nutzung zu stärken.

Mit Hubert Feigelstorfer, Architekt und Kellergassen-Bauberater, sowie Michael Staribacher vom Kellergassenmanagement Niederösterreich stehen zwei ausgewiesene Experten zur Verfügung. Sie vermitteln praxisnahes Wissen – von rechtlichen Grundlagen über materialgerechtes Bauen und typische Sanierungsfehler bis hin zu Fördermöglichkeiten des Landes Niederösterreich. Auch individuelle Fragen zu konkreten Vorhaben können eingebracht werden.

„Unser Ziel ist es, Interessierten ein solides Basiswissen mitzugeben, damit sie gut vorbereitet in ihre Planungen und Projekte starten können“, betont LAbg. Josef Edlinger, Obmann der LEADER-Region Kamptal+.

 

WANN: Dienstag, 17. März 2026, 18.30 Uhr

WO: Veltlinersaal, Obere Hauptstraße 6, 3495 Rohrendorf

KOSTEN: Vortrag ist kostenfrei.

ANMELDUNG erforderlich bis Di., 10. März: office@leader-kamptal.at; 0664/3915751

Einladung hier downloaden

 

Kompetente Ansprechstelle für Presshäuser und Kellergassen: Kellergassenmanagement Niederösterreich. https://www.kellergassenmanagement.at/erhaltung/

Auch Video-Tutorials zur fachgerechten Sanierung von Kellern und Presshäusern sind verfügbar:https://www.noe-baukulturerbe.at/video-tutorials-fachgerechte-sanierung-kellergassen/

Der Vortrag ist Teil der Initiative „Sensibilisierung Kulturgut Kellergasse“, die von LEADER-Regionen im Weinviertel, Kamp- und Kremstal gemeinsam mit dem Kellergassenmanagement NÖ, der Dorf- & Stadterneuerung sowie dem Fachbereich Baukultur des Landes Niederösterreich umgesetzt wird.




Kulturgut Kellergasse: Grafenegg setzt Zeichen für die Kellergasse Galgenberg

Informationsabend für Kellerbesitzerinnen und Kellerbesitzer in Grafenegg

Großes Interesse bei Infoveranstaltung zur geplanten „Kellergassen-Schutzzone Galgenberg“

Großes Interesse und konstruktive Fragen: vor kurzem lud die Gemeinde Grafenegg zu einer Informationsveranstaltung zur geplanten Errichtung einer „Kellergassen-Schutzzone Galgenberg“ – und traf damit den Nerv der Zeit. Ziel der Schutzzone ist es, die kulturhistorisch wertvollen Presshäuser langfristig zu erhalten und das charakteristische Erscheinungsbild der Kellergasse vor Verunstaltungen zu schützen.

„Die Kellergasse ist weit mehr als eine Ansammlung einzelner Presshäuser“, betonte Bauhistoriker Oliver Fries gleich zu Beginn. „Ihr Wert liegt im homogenen Gesamtbild, in den vielen kleinen, oft unscheinbaren Details, die gemeinsam ein einzigartiges Ensemble bilden.“ In seinem Vortrag erläuterte Fries die historische Entwicklung der Kellergassen, ihre ursprünglichen Nutzungen sowie vergleichbare Beispiele aus anderen europäischen Regionen.

Allein in der Gemeinde Grafenegg gibt es vier Kellergassen. Niederösterreichweit sind es sogar über 1.100 Kellergassen mit rund 37.000 Presshäusern – ein einzigartiges Kulturgut, das die Identität ganzer Regionen prägt. Doch genau dieses Ensemble leidet zunehmend unter sogenannten „Bausünden“, die das historische Erscheinungsbild einzelner Kellergassen beeinträchtigen.

Hier setzt das Instrument der Schutzzone an. Doris Knoll, Amtssachverständige für Baukultur des Landes Niederösterreich, erklärte:
„Schutzzonen sind eine Möglichkeit des Substanzschutzes. Es geht darum, gewachsene Strukturen zu erhalten, zeitgemäße Nutzungen zu ermöglichen, den Abbruch historisch wertvoller Keller zu verhindern und unerwünschten Veränderungen entgegenzuwirken.“

Auch Martina Scherz, beauftragte Raumplanerin, hob den praktischen Nutzen hervor:
„Für die Kellergasse wird ein Bebauungsplan erarbeitet, der klar regelt, was künftig möglich ist. Dafür richten wir eine Arbeitsgruppe ein, in der Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinde und der Kellerbesitzer gemeinsam gute und tragfähige Lösungen für die Kellergasse Galgenberg entwickeln.“

Dass es dabei nicht um Verbote, sondern um verantwortungsvolles Gestalten geht, betonte Bürgermeister Manfred Denk: „Es geht der Gemeinde nicht darum, etwas zu verhindern. Unser Ziel ist es, dieses Kulturgut zu bewahren und gleichzeitig gute, rechtlich verbindliche Grundlagen für zukünftige Bauanfragen zu schaffen. Bestimmte Nutzungen – etwa ein Hotel – seien aufgrund fehlender Infrastruktur in der Kellergasse kaum realistisch. „Wir wollen ermöglichen, was zur Kellergasse Galgenberg passt, und unpassende Verschandelungen verhindern. Deshalb haben wir uns bewusst für die Erarbeitung eines Schutzzonenkonzepts entschieden. Dieses Projekt hat Pilotcharakter und könnte später auch auf weitere Kellergassen ausgeweitet werden.“

Im März ist ein Workshop geplant, bei dem die zukünftigen Gestaltungsmerkmale und Bebauungsrichtlinien gemeinsam erarbeitet werden sollen, anschließend erfolgt die Begehung.

 

Was bedeutet eine Kellergassen-Schutzzone?

Ziele der Schutzzone:

  • Substanzschutz: Erhalt der gewachsenen Strukturen und des traditionellen Erscheinungsbildes, Vermeidung von Abbrüchen
  • Bebauungsrichtlinien: Klare Regeln für Sanierungen und bauliche Maßnahmen, etwa bei Photovoltaikanlagen
  • Rechtssicherheit: Festlegung der baulich zulässigen Maßnahmen durch Teilbebauungspläne

Für Kellerbesitzer bedeutet das:

  • Beratung und Unterstützung bei Sanierungsvorhaben
  • Ermöglichung einer sanften, historisch passenden Nutzung
  • Klar definierte, teilweise strengere Vorgaben für bauliche Veränderungen – zum Schutz dieses einzigartigen Kulturgutes

Mit der geplanten Kellergassen-Schutzzone setzt die Gemeinde Grafenegg ein starkes Zeichen für den bewussten Umgang mit Geschichte, Baukultur und regionaler Identität.

 

Gefördert wird das Projekt durch LEADER:

LAbg. Josef Edlinger, Obmann der LEADER-Region Kamptal+: „Die Kellergassen sind ein zentrales Element unserer regionalen Identität. Sie verbinden Baukultur, Geschichte und Lebensqualität. Initiativen wie die Kellergassen-Schutzzone Galgenberg zeigen, wie Gemeinden Verantwortung für dieses wertvolle Erbe übernehmen und es gleichzeitig für zukünftige Generationen sichern.“

Fotorechte: Günter Haidvogel

vlnr: Hermine Ploiner, Danja Mlinatisch (LEADER-Region Kamptal+), GGR Mag. Stefanie Haidvogel, Bgm. Ing. Manfred Denk, MBA (MG Grafenegg), DI Martina Scherz (Raumplanung im-plan-tat), DI Doris Knoll (Baudirektion NÖ LR), Oliver Fries, M.Sc MSc (Bauhistoriker), Michaela Kienast (Bauamt MG Grafenegg)




Ideen gesucht – drei neue Projektaufrufe gestartet!

Sie haben eine Projektidee - wir haben Förderungen

3 Projektaufrufe freuen sich auf wirkungsvolle Projekte. Online bis 26. März einreichen:

 

Projektaufruf 1: Lebendige, klimaresiliente Ortszentren & Begegnungsräume

Sie haben eine Idee, wie das Ortszentrum lebendiger und klimafit wird?

LEADER fördert beispielsweise

  • Maßnahmen die die Aufenthaltsqualität steigern: Möblierung, Lichtkonzepte
  • Biodiversität: Bepflanzungen, Mikroparks, Kreislaufsysteme, Begrünungen
  • Nutzungskonzepte für Leerstand: Zwischennutzungen, Leerstandskoordination
  • Stärkung der lokalen Wirtschaft: Marketingkampagnen, Netzwerke

Zum Projektaufruf: https://dfp.ama.at/foerderungen-fristen/massnahme-77-05-bml-umsetzung/aufrufe-und-fristen/

 

Projektaufruf 2: Digitalisierung für zukunftsorientierte Kommunen

Sie als Gemeinde wollen innovative digitale Lösungen entwickeln um Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten?

LEADER unterstützt

  • Erarbeitung einer Strategie, Begleitung, Weiterbildung
  • Digitale Infrastruktur & Ausstattung
  • Digitalisierung interner Abläufe

Zum Projektaufruf: https://dfp.ama.at/foerderungen-fristen/massnahme-77-05-bml-umsetzung/aufrufe-und-fristen/

 

 Projektaufruf 3: Projekte in den Bereichen Tourismus, Soziales, Klima, Digitalisierung & mehr

Sie planen ein Projekt, dass Menschen bewegt oder Zukunft gestaltet?

LEADER fördert Vorhaben in Bereichen wie:

  • Digitalisierung & Klimaschutz
  • Soziales & Generationen
  • Tourismus & Kulturelles Erbe

Zum Projektaufruf: https://dfp.ama.at/foerderungen-fristen/massnahme-77-05-bml-umsetzung/aufrufe-und-fristen/

 

Wichtig zu wissen

  • Wollen Sie ein Projekt einreichen? Dann kontaktieren Sie zuerst das LEADER-Team.
  • Das LEADER-Team berät und begleitet kompetent vom Ausfeilen der Idee bis zur Abrechnung.
  • Nach dem Gespräch mit dem LEADER-Team wird die Idee verschriftlicht. Dafür gibt es eine Vorlage Projektbeschreibung.
  • Die Einreichung erfolgt online. Dafür braucht man die ID-Austria
  • Eingereichte Projekte werden vom Projektauswahlgremium (PAG) bewertet.
  • Pro Förderwerber ist nur 1 Projekt zulässig

Die Einreichfrist endet am 26. März 2026. Die nächste Projektauswahlsitzung findet am 29. April 2026 statt.

 




Gemeinsam Zukunft schmieden: Schwarzenau setzt auf Beteiligung, Ortskern & Digitalisierung

Konstruktive Besprechung über aktuelle Gemeindethemen in Schwarzenau

Wie bleibt eine Gemeinde lebendig, familienfreundlich und zukunftsfit? In Schwarzenau lautet die Antwort: durch Dialog, Zusammenarbeit und mutige Projekte. Genau darum ging es bei einem Arbeitstreffen von Bürgermeister Karl Elsigan, Amtsleiterin Karin Regen-Vokroy, Regionalberaterin Manuela Hirzberger und LEADER-Managerin Danja Mlinaritsch.

Die Regionalberaterinnen und Regionalberater der Dorf- und Stadterneuerung sind einmal jährlich direkt in den Gemeinden unterwegs, um gemeinsam mit Politik und Verwaltung aktuelle Herausforderungen, laufende Projekte und neue Ideen zu besprechen. Schwarzenau nutzte diese Gelegenheit intensiv und lud auch die LEADER-Managerin dazu ein.

Gemeindevision wird Schritt für Schritt Realität

Im Mittelpunkt des Arbeitsgesprächs stand der Umsetzungsstand der Gemeindevision Schwarzenau sowie der Projekte der „Kinder- und Familienfreundlichen Gemeinde“. In den vergangenen zwei Jahren konnten Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Zukunft ihrer Gemeinde mitwirken – nun geht es an die konkrete Umsetzung.

„Die Beteiligung der Bevölkerung war für uns ein zentraler Erfolgsfaktor. Jetzt geht es darum, die vielen guten Ideen auch nachhaltig umzusetzen“, betonte Bürgermeister Karl Elsigan. Für die Vorhaben im heurigen Jahr wurden bereits passende Fördermöglichkeiten diskutiert.

Ortskern & Digitalisierung im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Ortskernentwicklung. Schwarzenau nimmt dafür das kostenlose Angebot des Ortskern-Checks der Dorf- und Stadterneuerung in Anspruch, um neue Impulse für ein lebendiges Zentrum zu setzen.

Auch das Thema Digitalisierung rückt stärker in den Fokus der Gemeindeverwaltung. Mithilfe des Digi-Kompasses wird der aktuelle Stand erhoben und – gemeinsam mit den Gemeinden der Kleinregion Herz des Wald4tels – an zukunftsorientierten Maßnahmen gearbeitet.

Starke Partnerschaften für starke Gemeinden

„Wir arbeiten seit vielen Jahren eng mit der Dorf- und Stadterneuerung zusammen. Besonders die professionelle Begleitung bei Bürgerbeteiligungsprozessen und in der Zusammenarbeit innerhalb der Kleinregion ist für uns eine enorme Unterstützung“, so Bürgermeister Elsigan, der zugleich Obmann der Kleinregion Herz des Wald4tels ist.

LEADER-Projekte als Motor für die Region

Auch LEADER-Projekte leisten einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Region. Initiativen wie die Positionierung der Kleinregion ‚Herz des Waldviertels‘, Generationenparks, Nachbarschaftshilfe oder Jugendarbeit wirken in allen fünf Gemeinden der Kleinregion.

Sie stärken die Zusammenarbeit, fördern den Zusammenhalt und zeigen: Wenn Gemeinden gemeinsam anpacken, entsteht Zukunft – Schritt für Schritt und mit den Menschen vor Ort.

 




Heute helfen – morgen gut aufgehoben: Gföhl und Jaidhof werden Zeitpolster-Gemeinden

Gföhl & Jaidhof werden Zeitpolster Gemeinde.

Was als LEADER-Projekt gestartet ist, wird nun dauerhaft im Bezirk Krems-Land verankert: Gföhl und Jaidhof sind ab sofort offizielle Zeitpolster-Gemeinden. Damit stärken beide Gemeinden gezielt Nachbarschaftshilfe und soziale Vorsorge.

Zeitpolster organisiert Hilfe dort, wo sie gebraucht wird – einfach, verlässlich und auf Augenhöhe. Wer hilft, sammelt Zeitgutschriften, die später selbst genutzt werden können. Gerade in ländlichen Gemeinden bedeutet das mehr Sicherheit, mehr Zusammenhalt und mehr Lebensqualität.

„Zeitpolster ist ein Modell, das genau zu unserer Gemeinde passt“, betont Bürgermeister Ing. Franz Holzer (Gföhl). „Es stärkt das Miteinander und gibt Menschen die Gewissheit, dass Hilfe da ist, wenn sie gebraucht wird – heute genauso wie morgen.“

Die Entscheidung, Zeitpolster dauerhaft in den Gemeinden zu verankern, wurde bewusst und rasch getroffen. Auch Bürgermeister Franz Aschauer (Jaidhof) zeigt sich überzeugt: „Nachbarschaftshilfe war immer schon wichtig. Zeitpolster gibt ihr nun eine klare Struktur und Verlässlichkeit. Das macht es für viele Menschen leichter, Hilfe anzunehmen – und selbst aktiv zu werden.“

Die Unterstützung ist vielfältig: Sie reicht von Einkaufen und Arztfahrten über kleine Handgriffe im Haushalt bis hin zu Spaziergängen, Begleitung und Gesprächen. Jede helfende Person entscheidet selbst, wie viel Zeit sie geben möchte. Oft genügen schon wenige Stunden im Monat, um spürbar zu entlasten.

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt, wie einfach das Modell funktioniert: Ernst begleitet Herrn K. regelmäßig beim Einkaufen und zu Arztterminen, weil dieser sich alleine nicht mehr sicher fühlt. Für die Hilfe wird ein Kostenbeitrag von 11 Euro pro Stunde bezahlt. Die geleisteten Stunden werden Ernst auf seinem Zeitpolster-Konto gutgeschrieben – für den Zeitpunkt, an dem er selbst Unterstützung braucht.

Mit dem Schritt zur Zeitpolster-Gemeinde setzen Gföhl und Jaidhof ein klares Zeichen:
für Vorsorge statt Sorge, für Zusammenhalt statt Alleinsein und für ein Miteinander, das heute hilft und morgen trägt.

👉 Sie brauchen Unterstützung?
👉 Sie möchten selbst helfen?
👉 Oder das Zeitpolster-Team in der Region verstärken?

Dann melden Sie sich – wir freuen uns!

team.zwettl@zeitpolster.com

Tel: +43 664 8848 7935

 

Fotorechte: Stadtgemeinde Gföhl

Am Foto vlnr: Vizebgm. Christoph Lechner, Elisabeth Wiesmüller (Teamleiterin Zwettl), Bgm. Franz Aschauer (Jaidhof), Ingrid Kocian Kern (Koordinatorin für Gföhl & Jaidhof), Bgm. Ing. Franz Holzer (Gföhl), Mag. Shurga Schrammel (Projektleiterin Zeitpolster)




Abwechslungsreicher Job in den Bereichen Buchhaltung & Admin für 8-10h gesucht?

Sind Sie auf der Suche nach einer sinnvollen und abwechslungsreichen Herausforderung?

Der Verein LEADER-Region Kamptal+ ist die zentrale Anlaufstelle für regionale Projekte in 25 Gemeinden des östlichen Waldviertels. Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir eine engagierte und erfahrene Persönlichkeit für die Bereiche Buchhaltung, Administration und Projektmitarbeit (m/w/d).

Die Anstellung umfasst 8–10 Stunden pro Woche mit Beginn im Sept./Okt. 2026.

Der Arbeitsplatz befindet sich überwiegend im Büro in Langenlois, tageweise ist auch Homeoffice möglich.

 

Ihre Aufgabenbereiche:

Buchhaltung & Controlling – ca 40% der Tätigkeit

  • Einnahmen- und Ausgabenrechnung, Rechnungslegung, Controlling
  • Verbuchung der Rechnungen
  • Erstellung des Jahresabschlusses
  • Abrechnung und Dokumentation von Förderprojekten

Büroorganisation & Verwaltung – ca 40% der Tätigkeit

  • Organisation des Büroalltags: Termine, Angebotseinholung und Aufbereitung
  • Laufende Pflege der Adressdatenbanken
  • Vor- und Nachbereitung von Sitzungen inkl. Protokollführung
  • Unterstützung bei der Betreuung von Mitgliedern, Förderstellen und Projektpartner:innen
  • Organisation und Abwicklung von Veranstaltungen (Vorträge, Weiterbildungen, Feste etc.)
  • Durchführung von Massenaussendungen per E-Mail und Post

Projektarbeit & Förderungen – ca 20% der Tätigkeit

  • Mitarbeit bei der Entwicklung, Umsetzung und Evaluierung von Projekten der LEADER-Region
  • Unterstützung bei der Antragsstellung und Abrechnung von Projekten unterschiedlicher Förderwerber
  • Wirkungsmessung, Dokumentation und Erstellung von Projektberichten

 

Gehalt: € 2.500 brutto auf Basis von 40h

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

Detaillierte Stellenbeschreibung




LEADER wirkt in Niederösterreich – Regionen zeigen Stärke und gestalten Zukunft

LEADER wirkt in NÖ, das betont LHstv. Pernkopf bei einem Arbeitstreffen.

Wie lebendig regionale Entwicklung in Niederösterreich funktioniert, zeigte das kürzliche Arbeitstreffen in der Gartenbauschule Langenlois. LH-Stv. Stephan Pernkopf hatte die Vertreter:innen aller 19 LEADER-Regionen geladen, um gemeinsam Bilanz zu ziehen, Herausforderungen zu besprechen und einen Blick in die Zukunft zu werfen.

Bereits zu Beginn betonte Pernkopf die besondere Bedeutung der Zusammenarbeit:
„Ich bedanke mich bei allen Akteurinnen und Akteuren – besonders bei den Ehrenamtlichen. LEADER greift die Bedürfnisse der Regionen auf, stärkt Gemeinden und bringt Projekte auf den Boden, die wirtschaftlich wie sozial Wirkung zeigen.“

 

LEADER 23–27: Praxiswissen aus den Regionen 

Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen aus der laufenden Periode. Erkenntnisse aus den Regionen, ein Blick in andere Bundesländer sowie Beiträge aus Verwaltung und Förderstellen machten deutlich, dass LEADER nicht nur ein Förderprogramm ist, sondern ein regionaler Motor. Vertreter von ecoplus, AMA (Agrar Markt Austria) und der LEADER verantwortlichen Landesstelle unterstrichen: Je näher Projekte an Menschen und realen Bedarfen entstehen, desto nachhaltiger wirken sie.

 

Was LEADER möglich macht – greifbare Wirkung im Alltag

Wie vielfältig regionale Impulse sein können, zeigte das Projekt „Der Unsichtbare Garten“, das zu Beginn des Treffens gemeinsam besichtigt wurde. Der innovative, multisensorische Garten macht die „unsichtbaren Höchstleistungen“ der Natur erlebbar. Begleitet von Ella, der kleinen Kugelspringerin, entdecken Besucher:innen den vielfältigen Garten der Gartenbauschule Langenlois und erhalten Antworten auf Fragen wie: „Warum ist es unter Bäumen kühler?“ oder „Wie entsteht eine Trockensteinmauer – und welchen Nutzen hat sie?“

Ein Projekt, das bereits weit über die Region hinaus als Best-Practice wahrgenommen wird. Solche Initiativen zeigen beispielhaft, wie LEADER wirkt: Orte entwickeln sich weiter, neue Zielgruppen werden angesprochen und regionale Identität sowie Teilhabe werden sichtbar gestärkt. Darüber hinaus wurden Projekte aus Zentrumsentwicklung, Jugendpartizipation, Nachbarschaftshilfe und Klimaanpassung vorgestellt – allesamt Belege dafür, wie breit LEADER in Niederösterreich wirkt.

 

Stimme aus dem Landtag: Projekte von Menschen für Menschen

LAbg. Josef Edlinger betonte, warum LEADER in Niederösterreich so erfolgreich ist:
LEADER-Projekte entstehen dort, wo die Ideen wachsen – in der Bevölkerung. Ein regionales Gremium bewertet die Vorhaben, und nur die Menschen vor Ort können wirklich einschätzen, welchen Wert ein Projekt für ihre Region hat. Das gibt uns die Kraft, uns von innen heraus weiterzuentwickeln und auf unseren eigenen Stärken aufzubauen.“
Sein Fazit ist klar: „LEADER wirkt – und das soll auch in Zukunft so bleiben.

 

Ausblick auf LEADER 2028+: Gemeinsam weiterdenken

Der Blick in die nächste Förderperiode zeigt: Die Regionen wollen den erfolgreichen Weg fortsetzen – mit mehr Flexibilität, administrativen Vereinfachungen und klaren thematischen Schwerpunkten wie Zentrumsentwicklung, Klimawandelanpassung, Jugend, Daseinsvorsorge und Digitalisierung.

 

Zum Abschluss unterstrich LH-Stv. Stephan Pernkopf noch einmal die Bedeutung des Programms:
LEADER ist ein Garant dafür, dass gute Ideen ihren Weg in die Umsetzung finden. Denn die Menschen vor Ort wissen am besten, was ihre Region braucht. LEADER bietet regionale Lösungen für regionale Herausforderungen.

 

Fotorechte: NLK Burckhart

Vlnr: LAbg. Josef Edlinger (Obmann LEADER-Kamptal+), LHStv. Stephan Pernkopf, Danja Mlinaritsch (GF LEADER-Kamptal+)