Neues Mobilitätsangebot für das östliche Waldviertel?

Gruppenfoto Workshop IST Mobil 13.Nov.17

Leader-Region Kamptal plant neues Anrufsammeltaxi

Mitte November trafen sich die VertreterInnen der Leader-Region Kamptal und der angrenzenden Bezirksstädte Krems, Horn und Zwettl, um über ein neues Anrufsammeltaxi zu diskutieren. Das Modell „IST-Mobil“, bei dem regionale Bus- und Taxiunternehmen Kurzstreckenfahrdienste übernehmen, könnte ab Spätherbst 2018 seinen Betrieb aufnehmen.

LAbg. Josef Edlinger, Obmann der Leader-Region Kamptal: „Ein funktionierender Öffentlicher Verkehr ist eine wesentliche Voraussetzung für die Lebensqualität in den 27 Mitgliedsgemeinden der LEADER-Region Kamptal. Um zukünftig eine mobile öffentliche Grundversorgung sichern zu können, haben die Gemeinden in der Generalversammlung beschlossen, an einem alternativen, kleinräumigen Mobilitätsangebot zu arbeiten – dem Modell IST-Mobil“.

ISTmobil ist ein Anruf-Sammel-Taxi-System für die „letzten Kilometer“, dass durch regionale Taxi- und Busunternehmen durchgeführt wird. Gehalten wir an speziell ausgewiesenen Sammelpunkten. Die Fahrtenkoordination erfolgt über eine softwarebasierende Zentrale.

„Um herauszufinden ob das Modell IST-Mobil für unsere Region geeignet ist, wird bis Mitte 2018 ein Konzept erarbeitet“, informiert Danja Mlinaritsch, Geschäftsführerin der Leader-Region Kamptal. „Darin sollen Haltepunkte, Betriebszeiten, Kosten und Anschlüsse zu den derzeitig bestehenden Bussen und Zügen mit VertreterInnen der Gemeinden erarbeitet werden.“

„Unser Ziel ist es bis Mitte 2018 einen umsetzungsreifen Maßnahmenplan in Händen zu halten, der anschließend umgesetzt wird. Parallel zu den Planungen haben wir auch schon Gespräche mit dem Land Niederösterreich zu Fördermöglichkeiten aufgenommen“, ergänzt Obmann Edlinger. „Der Workshop ist ein erster Schritt zur gemeinsamen Planung.“




Wir pflanzen Zukunft – 175 junge Obstbäume für die Region

Streuobst-Baumausgabe Okt17

Baumpflanzaktion 2017 war ein voller Erfolg

Unter dem Motto „Pflanzen Sie Zukunft“ beteiligte sich die LEADER-Region Kamptal heuer zum zweiten Mal an der Obstbaumpflanzaktion. Bis Anfang Oktober wurden 2.600 Äpfel, Birnen, Zwetschken und Kriecherl auf der Onlineplattform www.gockl.at niederösterreichweit bestellt. Ende Oktober erfolgte die Übergabe im Fernheizwerk Gföhl: 175 Hochstammbäume werden in den nächsten Tagen in den 27 Gemeinden der Leader-Region Kamptal ausgepflanzt und sorgen für „jungen Wind“ in der Kulturlandschaft des östlichen Waldviertels.

Die Baumpflanzaktion wird seit 5 Jahren durchgeführt. Dafür arbeiten von 5 LEADER-Regionen eng zusammen: Kamptal, Moststraße, Eisenstraße, Mostviertel Mitte und Südliches Waldviertel Nibelungengau, sowie dem Verein GenussRegion Waldviertler Kriecherl. Gemeinsam mit dem Land Niederösterreich, Abteilung Landschaftsfonds, haben die Regionen ein Ziel: den Bestand an Streuobstbäumen zu erhalten und zu pflegen. Dafür wird im Herbst die Baumpflanzaktion und im Frühjahr Schnitt- und Pflegkurse initiiert.

Obmann LAbg. Josef Edlinger: „Um unseren Streuobstbestand zu sichern, beteiligten wir uns heuer zum zweiten Mal an der Pflanzaktion. 175 junge Obstbäume werden in den nächsten Wochen gepflanzt. 162 waren es im vergangenen Jahr. Das steigende Interesse zeigt uns, dass wir mit unseren Aktivitäten rund um’s regionale Streuobst am richtigen Weg sind.“

„Um die Qualität des Baumbestandes zu verbessern, bieten wir ab Jänner Schnitt- und Pflegekurse an, damit sich BaumbezieherInnen das Rüstzeug für die optimale Pflege holen können“, informiert Danja Mlinaritsch, Geschäftsführerin der Leader-Region Kamptal. „Durch eine Bestandserhebung 2017 und viele Gespräche wissen wir, dass es in der Region mehr als 20.000 Obstbäume stehen. Jährlich gibt es ca. 1.300 Tonnen Äpfel und Birnen bzw. 95 Tonnen Zwetschken, die verarbeitet werden könnten.“

„Unser Ziel ist es eine Interessensgruppe zu finden, die das Wertschöpfungspotential unseres Obstes nutzt und gemeinsam in die Verarbeitung der Früchte investiert. Unter dem Motto „Aus der Region – für die Region“ könnte in naher Zukunft eine neue Produktlinie entstehen. Daran arbeiten wir“, ergänzt Josef Edlinger.




Baumpflanzaktion mit Rekordergebnis: 2.600 junge Obstbäume für NÖ

Abholung Baumpflanzaktion 2017

Bis Anfang Oktober wurden Obstbäume wie Äpfel, Birnen, Zwetschken und Kriecherl auf der Onlineplattform www.gockl.at bestellt. 2.600 Hochstammbäume werden in den nächsten Wochen Ihren Besitzern übergeben und sorgen für „frischen Wind“ in der niederösterreichischen Kulturlandschaft.

Die Voraussetzung für das gute Bestellergebnis ist die Zusammenarbeit von 5 LEADER-Regionen: Kamptal, Moststraße, Eisenstraße, Mostviertel Mitte und Südliches Waldviertel Nibelungengau, sowie dem Verein GenussRegion Waldviertler Kriecherl. Gemeinsam mit dem Land Niederösterreich, Abteilung Landschaftsfonds, haben die Regionen ein Ziel: den Bestand an Streuobstbäumen zu erhalten und zu pflegen, umso der jüngeren Generation eine lebendige Kulturlandschaft zu übergeben. Dafür wird im Herbst die Baumpflanzaktion und im Frühjahr Schnitt- und Pflegkurse initiiert.

Obmann LAbg. Josef Edlinger: „Um unseren Streuobstbestand zu sichern, beteiligen wir uns heuer zum zweiten Mal an der Pflanzaktion. 175 junge Obstbäume werden in den nächsten Wochen gepflanzt. 150 waren es im vergangenen Jahr. Das steigende Interesse zeigt uns, dass wir mit unseren Aktivitäten rund um’s regionale Streuobst am richtigen Weg sind.“

„Schnitt- und Pflegekurse werden ab Jänner angeboten, damit sich BaumbezieherInnen das Rüstzeug für die optimale Pflege holen können“, informiert Danja Mlinaritsch, Geschäftsführerin der Leader-Region Kamptal. „Durch eine Bestandserhebung und viele Gespräche wissen wir, dass es in der Region mehr als 20.000 Obstbäume stehen. Jährlich gibt es ca. 1.300 Tonnen Äpfel und Birnen bzw. 95 Tonnen Zwetschken, die verarbeitet werden könnten.“

„Wir arbeiten daran eine Interessensgruppe zu finden, die das Wertschöpfungspotential unseres Obstes nutzt und gemeinsam in die Verarbeitung der Früchte investiert. Unter dem Motto „Aus der Region – für die Region“ könnte in naher Zukunft eine neue Produktlinie entstehen. Daran arbeiten wir“, ergänzt Josef Edlinger.




Studentin analysiert die Erwachsenenbildungseinrichtungen der Region

Lebenslang Lernen

Die Erwachsenenbildung in der Leader-Region besteht aus einer Vielfalt von Bildungseinrichtungen und -anbieterInnen mit unterschiedlichen Zielsetzungen und Bildungsangeboten: berufsbildende Angebote, Kurse zur Persönlichkeitsentwicklung, Sport- und Kreativangebote, Computer, Sprachen, uvam.. Im Rahmen des Leader-Projektes „Diplomarbeitsbörse“ hat Frau Michaela Schrenk, Studentin an der Uni Wien (Geographie und Wirtschaftskunde und Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung auf Lehramt), die Erwachsenenbildung genau angesehen. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass eine lebensbegleitende Aus- und Weiterbildung in jedem Alter sehr wichtig ist, um am Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig zu bleiben. Um den Stellenwert von Bildung in der Bevölkerung zu erhöhen empfiehlt Sie neue Lernformate und Lernorte, sowie mehr Kooperation der Bildungsanbietenden bei der Angebotsentwicklung und beim Marketing.

Diplomarbeit "Lebensbegleitendes Lernen in der Leader-Region Kamptal" von Michaela Schrenk

www.diplomarbeitsboerse.at ist eine Online-Plattform für kommunale und regionale Themenstellungen. Ähnlich wie auf einem Marktplatz treffen sich Gemeinden, Regionen, Organisationen (Vereine, Unternehmen) – aber auch Private – mit Studierenden. Beide haben ein Ziel: ein Thema mit Bezug zur Gemeinde- und Regionalentwicklung wissenschaftlich zu bearbeiten.




Erste Waldviertler MühlenexpertInnen erhielten Zertifikat

Krönende Zertifikatsverleihung der Mühlenakademie

11 Teilnehmende der Mühlenakademie Waldviertel erhielten am Sonntag, 24. September im Rahmen des Holz-Hand-Werk Festes im Fassbindereimuseum in Straß von Landtagsabgeordneten Josef Edlinger die Auszeichnung „MühlenexpertIn“ überreicht. Die Weiterbildung wurde heuer zum ersten Mal im Waldviertel durchgeführt. Insgesamt besuchten 30 Interessierte die 6 Module und erfuhren viel Spannendes über Architektur & Technik; Getreide & Verarbeitung; Berufsstand & Literatur. uvam. Veranstalter war der Verein LEADER-Region Kamptal in Kooperation mit der Agrar Plus GmbH und dem Verein „Österreichische Gesellschaft der Mühlenfreunde“.

Teilnehmende die 3 und mehr Module besucht haben, hatten nach dem Abschluss der Ausbildung die Möglichkeit eine Arbeit über eine Mühle Ihrer Wahl zu verfassen. 11 Arbeiten über Mühlen in Niederösterreich wurden erarbeitet. Diese Leistung wird durch ein Zertifikat belohnt.

„Mühlen waren in der Vergangenheit von großer Bedeutung für die Landwirtschaft und die Entwicklung einer Region. Heute gibt es nur mehr wenig aktive Mühlen, daher freut es mich ganz besonders, dass über 30 Teilnehmende die vielfältigen Ausbildungsmodule besucht haben, betont Landtagsabgeordneter Josef Edlinger, Obmann der Leader-Region Kamptal.  „Es ist uns ein Anliegen durch unsere Vereinsaktivitäten zur Wissensvermittlung und Vernetzung in der Region beizutragen. Das ist uns mit der Ausbildung gelungen“.

Prof. Dr. Otto Schöffl, Ideengeber der Mühlenakademie und stellvertretender Präsident der Österreichischen Gesellschaft der Mühlenfreunde, freute sich über das große Interesse und stellte den Verein und die Beweggründe vor, sich um Mühlen zu kümmern.

Eine Teilnehmerin: „Ich bin neben einer Mühle aufgewachsen und das große Gebäude und die mächtigen Geräte haben mich immer interessiert. Was mir bisher gefehlt hat, ist das Wissen wie die unterschiedlichen Mühlen funktionieren und wie das Leben früher in und um die Mühle war. Die Ausbildung hat mir einen guten Einblick gegeben und ich habe etliche Mühlen, wie zB die Ölmühle in Eggenburg oder die Retzer Windmühle kennengelernt.“

Die Mühlenakademie wurde bereits 2x im Weinviertel durchgeführt und nun erstmals ins Waldviertel geholt. Neben den fachkundigen Referenten waren vor allem auch die unterschiedlichen Ausbildungsorte von größtem Interesse, wie zum Beispiel die stillgelegte Erlinger Mühle in Plank, die Mantler Getreide-Mühle in Rosenburg, die Wieser Mühle in Langenlois und die Eberl-Energie-Mühle in Thaua bei Allentsteig.

Anfang Oktober startet eine nächste Ausbildung im Weinviertel:
http://akademie.agrarplus.at/seminar-detail/mue04-muehlen-akademie.html




Noch bis 1. Oktober Obstbäume bestellen – Obstbaumpflanzaktion 2017

Obstbaumpflanzaktion 2017

Auf der Online-Plattform www.gockl.at/pflanzaktion können noch bis zum 1. Oktober Hochstamm-Obstbäume inkl. Zubehör kostengünstig bestellt werden. Am 31. Oktober heißt es dann „Abholen im Fernheizwerk Gföhl“.

Voraussetzung für die Bestellung der preisgünstigen Baumsets ist, dass die Förderkriterien erfüllt werden. Dazu gehören beispielsweise die Auspflanzung des Baumes auf landwirtschaftlich gewidmeten Flächen in Niederösterreich und die Erhaltungspflicht des Baumes von mindestens fünf Jahren. Aber auch Personen, die diese Förderkriterien nicht erfüllen, können aus dieser Pflanzaktion preisgünstige und qualitativ hochwertige Bäume, sowie das jeweilige Zubehör beziehen.

Der Verein Leader Kamptal hat in den letzten Monaten verschiedene Aktivitäten durchgeführt um den Streuobstbestand zu erhalten und zu pflegen: Grobbestandserhebung, Arbeitsgespräche mit Baumbesitzern und Verarbeitern, Informationsabende, Exkursion und Schnittkurse.

LAbg. Josef Edlinger, Obmann der Leader-Region Kamptal: „Um unseren Streuobstbestand zu sichern, beteiligen wir uns heuer zum zweiten Mal an der Pflanzaktion. 2016 wurden rund 300 neue Bäume in unserer Region gepflanzt. 50 Interessierte haben die angebotenen Schnittkurse im Frühjahr besucht. Das zeigt deutlich, dass es vielen Bewohnerinnen und Bewohnern ein Anliegen ist, unser Baumbestände zu erhalten und zu pflegen.“

Infoblatt Obstbaumpflanzaktion 2017

Die Obstbaumpflanzaktion wird von den Leader Regionen Most- und Eisenstraße, Mostviertel Mitte, südl. Waldviertel-Nibelungengau und Kamptal durchgeführt. Um die 3.000 Bäume wurden im letzten Jahr in den 5 Regionen bestellt und ausgepflanzt. Ermöglicht wird die Aktion durch eine das Land Niederösterreich, Abteilung Landschaftsfonds.

http://www.noe.gv.at/noe/Landwirtschaft/Landschaftsfonds.html




Infoabend „Pflanzung, Pflege, Sortenwahl“ mit Radio NÖ Gärtner Johannes Käfer

infoabend-streuobst-ottenschlag

Mittwoch, 20. September um 19.30 Uhr in der Landwirtschaftliche Fachschule Ottenschlag, 3631 Schloss Ottenschlag

Es ist uns gelungen Radio Niederösterreich-Gärtner Hannes Käfer für einen praxisnahen Informationsabend zu gewinnen:

  • Obstbaumpflanzung und Pflege
  • Information über Obstsorten
  • Vermeidung von Krankheiten
  • Richtiger Einsatz von Nützlingen und Pflanzenstärkung
  • Pflegetipps speziell für regionale Klima- und Bodenverhältnisse.

Einladung zum Infoabend mit Radio NÖ-Gärtner Johannes Käfer im Schloss Ottenschlag.pdf

Weitere Infos und Anmeldung: office@leader-kamptal.at




Dirndlpioniere lassen tief blicken

Gruppe Streuobstinitiative Kamptal Infoabend Sept 2017

Streuobstinitiative Kamptal informiert über Pionierregion

Der Verein Leader-Region Kamptal hat in den letzten 2 Jahren zahlreiche Aktivitäten gestartet um den Bestand an Streuobstbäumen in der Region zu erhalten und zu pflegen: der Grobbestand wurde erhoben, Experten- und Arbeitsgruppengespräche geführt, Informationsabende organisiert. Kürzlich wurde im Gasthof Schindler in Brunn am Wald ein Informationsabend durchgeführt, bei dem 2 Pioniere aus dem Dirndltal berichteten, wie aus der fast vergessenen roten Strauchfrucht das Markenzeichen für die Region wurde.

„Vor 20 Jahren war es einer kleinen Gruppe von Visionären ein Anliegen eine Marke fürs Pielachtal zu erarbeiten. Nach vielen Workshops und Gesprächen einigten wir uns auf das „Dirndl“ der Frucht unserer Region. Von vielen wurden wir damals belächelt oder als Spinner abgetan.“ erinnert sich Bgm. Ök.-Rat. Anton Gonaus, Obmann der Regionalplanungsgemeinschaft Pielachtal. „Wir haben eine Pielachtaler Markengemeinschaft gegründet über die Produkte vertrieben werden. Durch die Gemeinschaft hat sich die Zusammenarbeit unter den Betrieben verbessert. Auch der Zusammenhalt zwischen den Regionsgemeinden ist intensiver geworden und 2015 ist es uns gelungen Austragungsort der Landesausstellung zu sein.“

Melanie Fuxsteiner, Bäuerin und erste Pielachtaler Dirndlkönigin: „Ein Aushängeschild für die Region ist der Dirndlkirtag im Herbst, bei dem rund 70 Aussteller verschiedenste Dirndlprodukte anbieten. Ich bin stolz eine Dirndlbäurin zu sein und sehe mich als Botschafterin für unsere Region.“

„Das Dirndltal ist für uns ein gutes Vorbild, wie man aus fast vergessenen Obstbeständen ein Markenzeichen für eine Region macht. Dazu braucht es Visionäre und die Kraft einer Gemeinschaft. Mit unserer Streuobstinitiative stehen wir zwar erst am Anfang, doch auch bei uns keimt die Kraft der Gemeinschaft“, bestätigt der Obmann der Leader-Region Kamptal, LAbg. Josef Edlinger. „In den letzten Monaten haben wir eine Groberhebung unseres Baumbestandes durchgeführt. 20.000 Obstbäume wurden ausfindig gemacht. Diese Bäume haben ein jährliches Ertragspotential von 1.350 Tonnen Äpfel und Birnen bzw. 95 Tonnen Zwetschken. Einige haben den Wert unseres Bestandes erkannt und sind motiviert mehr draus zu machen“.

Der Verein Leader-Region Kamptal trägt durch Projekte und Förderungen wesentlich zur Entwicklung von 27 Gemeinden im östlichen Waldviertel bei. Eines der Themen, ist der Erhalt des Streuobstbestandes der Region. Dazu wurde 2016 eine Exkursion ins Mostviertel, sowie eine Baumpflanzaktion, durchgeführt. Kostengünstige Bäume kann man noch bis 1. Oktober auf www.gockl.at bestellen.




Streuobstpflege auf neuen Wegen – Hebebühne Mostviertel

Hubbühne(c)Maschinenring Erlauftal – Heigl Bernhard

Alte Streuobstbäume können aufgrund ihrer Größe und Standorte mit herkömmlichen Leitern eigentlich nicht gepflegt werden. Um die Vitalität dieser Bäume aufrecht zu erhalten, ist es jedoch notwendig, dass diese ebenso wie Jungbäume regelmäßig gepflegt werden.

Eine Proponentengruppe von Mostviertler Landwirten beschloss die Pflege der alten Obstbaumriesen wieder aktiv aufzugreifen.

30 bäuerliche Betriebe, darunter auch die beiden landwirtschaftlichen Fachschulen Gießhübl und Hohenlehen haben sich im Verein „Streuobsterhaltung Mostviertel“ zusammengeschlossen um dazu auch entsprechende Spezialtechnik in Form einer geländegängigen Hebebühne der Fa. CMC, Type S 19 HD, die bis zu 19 Meter Höhe ausgefahren werden kann, anzuschaffen. Die Hebebühne ist bei einem Landwirt im Raum Amstetten stationiert.

Zusätzlich wurde auch in eine Garnitur Spezialwerkzeuge für den Schnitt der Obstbäume investiert. Die Arbeitsverwaltung mit moderner, internetunterstützter EDV-Terminplanung wird vom Maschinenring vorgenommen.

Technikobmann Engelbert Wieser betont: „Dieses Projekt ist ein Pilotprojekt, das uns in den nächsten Jahren behilflich ist unsere alten Baumbestände wieder vital und gesund in die nächsten Jahrzehnte ihres Lebens voranzubringen. Durch diese angeschaffte Technik kann die Arbeit sicher und fachmännisch erledigt werden. Die geländegängige Raupenarbeitsbühne, die sich selbstnivellierend abstützt, lässt es nun erstmalig zu, dass unsere Birnbaumriesen sicher und fachmännisch gepflegt werden können. Unser Ziel ist dann erreicht, wenn in einigen Jahren diese Arbeit nicht nur von unserer Pilotgruppe getätigt wird, sondern über ganz Niederösterreich mehrere solcher Geräte im Einsatz sind.“

Information: Herr Engelbert Wieser
Tel. 0676 / 6075306




Zertifikatsverleihung für erste Waldviertler MühlenexpertInnen

Teilnehmende der Mühlenakademie besuchten die Gilli Mühle in Eggenburg

Erste Waldviertler Mühlenakademie erfolgreich durchgeführt.

Von April bis Juni wurde heuer erstmals die „Mühlenakademie“ im Waldviertel durchgeführt. 30 Teilnehmende erfuhren viel Spannendes über Architektur & Technik; Getreide & Verarbeitung; uvam. Die Ausbildung schließt mit der Zertifikatsverleihung ab, die im Rahmen des Holz-Hand-Werk Festes am Sonntag, 24. September um 11 Uhr im Fassbinderei- und Weinmuseum in Straß stattfindet.

Einladung Zertifikatsverleihung Mühlenakademie Waldviertel

 

Die Mühlenakademie umfasste 6 Module in 6 Mühlen im östlichen Waldviertel. Veranstalter ist der Verein LEADER-Region Kamptal in Kooperation mit der Agrar Plus GmbH und dem Verein „Österreichische Gesellschaft der Mühlenfreunde“.  Neben der Mühlen-Geschichte lernte man die unterschiedlichsten Mühlen-Arten kennen, man befasste sich mit der Mühlen-Architektur und auch mit dem Berufsbild des Müllers, mit der Wanderschaft der Müllergesellen und mit den Mühlen in Literatur und Musik. Neben den fachkundigen Referenten waren vor allem auch die unterschiedlichen Ausbildungsorte von größtem Interesse, wie zum Beispiel die stillgelegte Erlinger Mühle in Plank, die Mantler Getreide-Mühle in Rosenburg, die Wieser Mühle in Langenlois und die Eberl-Energie-Mühle in Thaua bei Allentsteig.

Im Anschluss an die Ausbildung hatten die Teilnehmenden die Aufgabe eine Abschlussarbeit über eine Mühle Ihrer Wahl zu verfassen. Am 24. September erhalten 8 MühlenexpertInnen (Besuch aller 6 Module) und 7 MühlenliebhaberInnen (Besuch von 3 Modulen) ein Zertifikat. Die feierliche Übergabe findet im Rahmen des Holz-Hand-Werk Festes um 11 Uhr im Fassbindereimuseum in Straß statt.