Wie wird unser Wald fit für den Klimawandel?

Besprechung Waldwirtschaft_Dez_18

Die klimatischen Veränderungen, verbunden mit Wassermangel, Borkenkäfer und anderen Schadorganismen, stellen Wald, Waldbesitzer und die zuständigen Organisationen vor große Herausforderungen. Anfang Dezember 2018 trafen sich Forstexperten der Bezirksbauernkammern, Bezirkshauptmannschaft und Waldwirtschaftsgemeinschaften mit VertreterInnen der Leader-Region Kamptal um Maßnahmen zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen in der Waldwirtschaft zu besprechen.

LAbg. Josef Edlinger, Obmann der Leader-Region Kamptal: „Die Witterungsverhältnisse der letzten Jahre haben unseren Wald massiv geschädigt. Jetzt geht es darum, die Betroffenen nicht nur bei der Schadensabwicklung zu unterstützen, sondern auch dabei, Strategien für die Zukunft zu entwickeln. Infoabende, Workshops und  spezielle Beratungen können Waldbesitzer dabei unterstützen, eine maßgeschneiderte Lösung für ihre Flächen zu finden.“

„„Wichtig ist es bei allen Planungen speziell auf die waldfernen WaldbesitzerInnen zuzugehen und Ihnen Möglichkeiten der Waldbewirtschaftung zur Verfügung zu stellen“, informiert Danja Mlinaritsch, Geschäftsführerin der Leader-Region Kamptal. „Auch Kinder sollen durch Waldpädagogen spielerisch zum Klimawandel und seinen Auswirkungen geschult werden. Ob diese Vorhaben mit LEADER-Mitteln gefördert werden können, wird derzeit geprüft.“




Regionsradweg Kampseen soll Gemeinden und Betriebe verbinden

Workshop Radweg(c)Kampseen

Anfang Dezember organisierte die Kleinregion Kampseen eine Gesprächsrunde zur Detailplanung des regionalen Radweges. Das Projektteam informierte VertreterInnen der lokalen Betriebe über den aktuellen Stand des 140 km langen Radwegs, der durch alle 7 Gemeinden der Kleinregion Kampseen führt. In der Diskussion mit den Teilnehmenden ging es vor allem darum, welche Serviceleistungen, wie versperrbare Abstellplätze, Betriebe für Radtouristen anbieten sollen und welche Maßnahmen für eine erfolgreiche Vermarktung notwendig sind.

Bgm. Gerhard Wandl, Obmann der Kleinregion Kampseen: „Ein Rundradweg, der die Gemeinden der Kleinregion verbindet, ist schon länger Thema. Durch die LEADER-Fördermittel ist es nun möglich, die Umsetzung professionell zu planen. Gemeinsam mit Freizeitanbietern, Gastronomie und Beherbergern wollen wir ein attraktives Freizeitangebot für Gäste und Bevölkerung schaffen. Das heutige Treffen hat klar gezeigt, dass jährlich mehr Radtouristen in die Region kommen und dass Serviceleistungen wie beispielsweise Gepäcktransport geschaffen werden müssen.“




Mutterschiff – Dorf- und Gemeinschaftshaus „der anderen ART“

Kommhaus Plank(c)Linhard

Im Ortszentrum von Plank befindet sich das ehemalige Gasthaus „Zum Weißen Rössl“. Die Eigentümerin dieses Gebäudes befand, dass es schade wäre, würde das noch intakte Lokal unbenutzt vor sich hindämmern. Deshalb ersuchte sie den Verein Waldviertler Bildungs- und Wirtschaftsinitiative, gemeinsam mit der Planker Bevölkerung an der Entwicklung spannender Ideen für die Belebung der voll ausgestatteten Räumlichkeiten zu arbeiten. Bei 3 Treffen mit ca. 60 interessierten Plankerinnen und Plankern wurden verschiedenste Ideen für gemeinsame Aktionen entwickelt und diskutiert. Seit Oktober 2018 öffnen sich jeden Dienstag ab 14 Uhr die Türen unter dem Motto „Irmis Café“. Am späteren Nachmittag wird gemeinsam Italienisch gelernt, spielerisch und lustvoll. Am Abend treffen sich dann mehr als 10 Personen zum Line-Dance, schweißtreibend und lustvoll. Freitags wird meist gemeinsam gekocht und gegessen – hohes Level, fantastische Stimmung. Die ersten Schritte sind gesetzt. Jetzt liegt es an den Plankerinnen und Plankern, wie sich dieses Format weiterentwickeln wird. Ideen gibt es noch viele zu verwirklichen: von Tischfußball und Darts bis hin zu Tarock mit Cards, auch die Wiederherstellung einer ehemaligen Lehmkegelbahn ist Thema.

Ziel des Leader geförderten Projekts ist es, langfristige Formate zu erarbeiten, die von den Plankerinnen und Plankern selbständig entwickelt und organisiert werden. Ein Dorf- und Gemeinschaftshaus „der anderen ART“ eben.

Mehr Informationen zum Projekt auf https://www.leader-kamptal.at/projekt/kleinprojekt-konzept-dorf-kommunikationshaus-plank/




Konzept Heilwald Senftenberg

Foto Senftenberg(c)SEMRAD

Projektbeschreibung

In Senftenberg entsteht ein öffentlich zugänglicher Park, der sowohl von Patienten des Nuhr Medical Centers, als auch von Einheimischen und externen Besuchern zur Therapie und Erholung genutzt werden kann. In einem angrenzenden Waldstück soll, erstmalig in Niederösterreich, ein Heilwald entstehen. Als erster Schritt zur professionellen Gestaltung wird ein Konzept erarbeitet, in dem festgelegt wird, welche Stationen im Waldstück errichtet werden und welche zusätzlichen Anforderungen an den Heilwald notwendig sind.

Ziel

Konzept zur professionellen Planung der Wegeführung, der Stationen und der Gestaltung des Gartentherapiebereiches im künftigen Heilwald.

Kosten

€ 20.000,00

Förderhöhe

Laufzeit

06/2018 – 12/2018

Projektträger

Nuhr Hotel GmbH

Maßnahmen

  • Planung der Stationen
  • Planung des Orientierungs- und Leitsystems
  • Kosten- und Finanzierungsplan




Kleinprojekt: Konzept Dorf- & Kommunikationshaus Plank

gasthaus-914741_1920@pixabay

Projektbeschreibung

Für die Bevölkerung von Plank am Kamp gibt es nur mehr wenig Möglichkeiten sich öffentlich zu treffen und auszutauschen. Im Ortszentrum befindet sich ein leerstehende Gasthaus das zukünftig als Gemeinschafts- und Kommunikationshaus genutzt werden könnte. Im Rahmen von 3 Workshops hat die Bevölkerung die Möglichkeit kommunikative Veranstaltungsformate und Rahmenbedingungen für die Nutzung der voll ausgestatteten Gastwirtschaft zu erarbeiten.

Ziel

Verschiedene Veranstaltungsformate wurden ausgearbeitet. Ein Nutzungskonzept liegt vor.

Kosten

€ 5.400,00

Förderhöhe

Laufzeit

05/2018 – 12/2018

Projektträger

Verein BWI – Waldviertler Bildungs- und Wirtschaftsinitiative

Maßnahmen

  • Beteiligungsprozess mit 3 Info-Veranstaltungen für die Bevölkerung
  • Umsetzungskonzept mit Kostenschätzungen
  • begleitende Pressearbeit




DVD „50 Jahre Marktgemeinde Pölla“ wurde fertiggestellt

präsentation DVD pölla(c)marktgemeinde pölla

Vor 50 Jahren entstand durch die Zusammenlegung mehrerer kleiner Gemeinden die Marktgemeinde Pölla. Anlässlich dieses Jubiläums wurde ein Film zur Gemeindegeschichte produziert. Interviews mit dem derzeitigen Bürgermeister und seinem Amtsvorgänger, sowie mit GemeindesekretärInnen bilden die Basis dieser Dokumentation. Mit Foto- und Filmmaterial ergänzt, zeigen diese Gespräche in sechs Kapiteln die Veränderungen in der Gemeinde.

Die DVD kann im „Ersten österreichischen Museum für Alltagsgeschichte“, 3593 Neupölla 10 und am Gemeindeamt Pölla, 3593 Neupölla 4, erworben werden.

Ein Trailer mit Ausschnitten aus der DVD ist auf der Homepage der Marktgemeinde Pölla veröffentlicht:
https://www.poella.at/Gemeinde_Poella/Film_50_Jahre_Marktgemeinde




Den Garten fit für den Winter machen – Expertin informierte

Vortrag Herbstarbeiten(c)Leader-Kamptal

Zum Abschluss der heurigen Gartensaison organisierte die Leader-Region Kamptal gemeinsam mit „Natur im Garten“ Anfang November den Vortrag „Herbstarbeiten im Naturgarten“. Expertin DI Sabina Achtig informierte eine Gruppe von Interessierten über naturnahe Maßnahmen um den Garten fit für den Winter zu machen.

„Es gibt einiges, was Sie noch vor dem Winter tun sollten: Die letzte Ernte, das Schützen des Bodens und vorbeugende Maßnahmen, um dem Garten im kommenden Frühjahr einen guten Start zu ermöglichen“, weiß die Expertin von „Natur im Garten“ DI Sabina Achtig. „Bäume beispielsweise schützt man mit einem Anstrich aus Kalk vor Frostrissen. Dadurch bleibt die Rinde elastisch und stärkt die Zellen. Fruchtmumien sollten entfernt und das Laub zum Mulchen unter Sträuchern verwendet werden.“

Besonders groß war das Interesse der Teilnehmenden an Maßnahmen zur Bodengesundheit, zum naturverträglichen Pflanzenschutz und zu einfachen Winterquartieren für Nützlinge.

DI Sabina Achtig zu verbreiteten Herbstarbeiten: „Viele Arbeiten können wir uns sparen. Pflanzen sollten auf den Beeten bleiben, das ist ein natürlicher Schutz für den Boden. Auf das Umstechen kann grundsätzlich verzichtet werden, besser ist im Frühjahr zu Harken. Gründüngung auf abgeerntete Flächen säen, denn diese ernährt das Bodenleben. Das sind die besten Voraussetzungen für die nächste Gartensaison und um den Herbst im Garten zu genießen.“

Der Verein LEADER-Region Kamptal arbeitet seit 2,5 Jahren engagiert daran, dass der Bestand an Streuobstbäumen im östlichen Waldviertel erhalten bleibt. Dazu werden jährlich im Herbst eine Baumpflanzaktion und in den Wintermonaten Schnittkurse durchgeführt.

„Natur im Garten“ ist eine vom Land Niederösterreich getragene Initiative, welche die Ökologisierung von Gärten und Grünräumen in Niederösterreich und über die Landesgrenzen hinaus vorantreibt. Die Kernkriterien der Aktion „Natur im Garten“ legen fest, dass Gärten und Grünräume ohne Pestizide, ohne chemisch-synthetische Dünger und ohne Torf gestaltet und gepflegt werden. Es wird großer Wert auf biologische Vielfalt und Gestaltung mit heimischen und ökologisch wertvollen Pflanzen gelegt.




Weitwanderwege Kremstal-Donauraum – Planung & erste Umsetzungsschritte

wandern(c)gemeinde lichtenau

Projektbeschreibung

Über 120.000 Wanderer erkunden jährlich die unterschiedlichen Tagestouren des Weitwanderweges „Welterbesteig Wachau“, Tendenz stark steigend. Durch die gute Entwicklung im Wandertourismus ist geplant das Streckenangebot zu erweitern. Bestehende Wanderwege von 12 Gemeinden nördlich und südlich der Donau, werden an den „Welterbesteig Wachau“ angeschlossen und zu einem einheitlichen Wanderwegenetz gebündelt.  Dazu wird aus jeder teilnehmenden Gemeinde eine Wanderroute ausgewählt und eine Verbindung in die nächste Nachbargemeinde geschaffen. Das Vorhaben ist ein Kooperationsprojekt der 3 Leader-Regionen Kamptal, Wachau-Dunkelsteinerwald und Donau NÖ Mitte. 8 von 12 Gemeinden sind Teil der Leader Region Kamptal:

  • Dross, Gedersdorf, Gföhl, Langenlois, Lengenfeld, Rohrendorf, Senftenberg, Strazting

Ziel

Gemeindeübergreifenden Wanderstrecken werden erarbeitet. Wander-Packages sind buchbar. Steigerung der Aufenthaltsdauer und der Wertschöpfung.

Kosten

€ 83.460,20

Förderhöhe

Laufzeit

03/2018 – 12/2019

Projektträger

Destination Donau NÖ

Maßnahmen

  • Konzeption & Entwicklung Wegenetz, Anbindung „Welterbesteig Wachau“
  • GPS Erfassung & Einpflege in Systeme (Routenplaner, APP)
  • Beschilderung
  • Wanderkarte / Wanderbooklet
  • Marketingkooperationen




255 junge Obstbäume für die Region

obstbaumausgabe2018@leader-kamptal

Heuer beteiligte sich die Leader-Region Kamptal zum dritten Mal an der Obstbaumpflanzaktion. 255 Bäume, vorwiegend Äpfel und Birnen, werden in den nächsten Wochen in den 27 Gemeinden der Region gepflanzt. Die Aktion trägt maßgeblich dazu bei den Baumbestand der Region zu erhalten.

„Der Streuobstbestand unserer Region ist ein wertvolles Gut“, bestätigt der Obmann der Leader-Region Kamptal, Abgeordneter zum NÖ Landtag Josef Edlinger. „Um unseren Bestand zu sichern, beteiligen wir uns gemeinsam mit fünf Regionen im östlichen Niederösterreich an der Pflanzaktion. Rund 420 Bäume wurden in den letzten Jahren neu gepflanzt. 255 kommen heuer dazu. Das gute Bestellergebnis bestätigt uns: Wir sind am richtigen Weg.“

Seit 2015 organisieren die Leader-Regionen Kamptal, Most- und Eisenstraße, Mostviertel Mitte und südl. Waldviertel-Nibelungengau die Pflanzaktion, bei der Besitzer landwirtschaftlich genutzter Flächen und Privatpersonen günstige Hochstamm-Obstbäume bestellen können. Aus über 500 verschiedenen Sorten Äpfel, Birnen, Zwetschken, Kirschen und Kriecherl kann auf der Online-Plattform www.gockl.at/pflanzaktion gewählt werden, von der „Amstettner Mostbirne“ bis zum „Zitronenapfel“.

In Niederösterreich wurden heuer über 2.000 Bäume bestellt. Dieses gute Ergebnis ist nur durch eine konzentrierte Zusammenarbeit der 5 Regionen mit dem Land Niederösterreich möglich, das die Auspflanzung von Hochstamm-Obstbäumen fördert und günstige Bestellpreise ermöglicht.

Die Streuobstbäume prägen die Region nicht nur landschaftlich seit Jahrhunderten, sondern haben auch eine außerordentlich wertvolle ökologische Wirkung, als Wasserspeicher, als Nist- und Wohnplatz für Klein- & Kleinstlebewesen, als Windschutz und letztlich natürlich auch als hochwertiger Produzent von Früchten für die naturnahe Produktion von Säften.

Geschäftsführerin Danja Mlinaritsch: „Die Anzahl der Streuobstbäume hat in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen. Wir kümmern uns darum, dass der Bestand erhalten bleibt und dass Fachinformationen über die richtige Baumpflege in die Region kommen. Dazu organisieren wir im Frühjahr Schnittkurse für Anfänger und Fortgeschrittene, ergänzt um Fachvorträge zum naturnahmen Gärtnern.“




Workshop-Angebot: Barrieren in Freizeiteinrichtungen abbauen

Lichtenau Museum (c) Lichtenau

Workshop: Barrierefreie und inklusive Gestaltung von Freizeiteinrichtungen, Museen, Ausstellungen…

Die Freizeiteinrichtungen, Museen u. Ausstellungen unserer Region sind vielfältig: von Heimatmuseen über die Weinerlebniswelt Loisium, dem Freilichtmuseum Elsarn, den  Karikaturengarten Lichtenau, Ausflugsschlösser Greillenstein und Rosenburg, bis hin zu Vinotheken und Infozentren. Besuchermagnete können oft nur eingeschränkt genutzt werden.

Um allen Menschen die Möglichkeit zu geben, die Einrichtungen zu besuchen, wird immer mehr auf die „Barrierefreiheit“ geachtet. Meistens versteht man darunter, dass die Räumlichkeiten „Rollstuhlgerecht“ gestaltet sind. Doch Barrierefreiheit bedeutet wesentlich mehr als das Vorhandensein von Aufzügen, Treppenliften, Auffahrtsrampen und behindertengerechten Toilettenanlagen.

Der Bogen spannt sich von barrierefreien Homepages bis hin zu gut einsehbaren Vitrinen für RollstuhlfahrerInnen, von leicht verständlich formulierten Beschriftungen und Broschürentexten, bis hin zu maßgeschneiderten Angeboten wie „begreifbare Modelle“ für Menschen mit unterschiedlichen Handicaps wie Seh- und Hörbeeinträchtigungen.

Um Interessierte über die verschiedenen Möglichkeiten der barrierefreien und inklusiven Gestaltung Ihres Hauses / Ihrer Einrichtung zu informieren, organisieren wir einen halbtägigen Workshop mit Expertin Dr. Doris Prenn, Kulturwissenschafterin und Kuratorin für Kommunikation im Museums- und Ausstellungswesen.

Wann: Montag, 26. November 2018, 13.30 – 18.15 Uhr
Wo: Museumscafé in 3572 St. Leonhard am Hornerwald Nr. 84

Kostenbeitrag: 45 Euro pro Person

Mindest- u. MaximalteilnehmerInnen: 9 / 17 Personen

Schriftliche ANMELDUNG bis Freitag, 9. November 2018 per E-Mail an office@leader-kamptal.at

Einladung Workshop Barrierefrei_Inklusiv_26_Nov_18